Umsatz und operativer Gewinn der Telekom sinken
Da die britische Mobilfunksparte T-Mobile UK nicht mehr in der Bilanz auftaucht, fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal von 16,3 Milliarden auf 15,6 Milliarden Euro.
Die Deutsche Telekom hat im dritten Quartal erwartungsgemäß Rückgänge bei Umsatz und operativem Gewinn hinnehmen müssen. Da die britische Mobilfunksparte T-Mobile UK nicht mehr in der Bilanz auftaucht, fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal von 16,3 Milliarden auf 15,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Bonn mitteilte. Unter Berücksichtigung der Anfang April in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Orange aufgegangenen britischen Sparte erhöhte sich der Umsatz leicht.
Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank von 5,53 Milliarden auf 5,02 Milliarden Euro. Unterm Strich verdiente die Telekom 1,03 Milliarden Euro im Vergleich zu 959 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Bonner bekräftigten das Ziel, in diesem Jahr einen operativen Gewinn von 20 Milliarden Euro zu erzielen.
(Bild:Â Telekom)
"Wir liefern ab, was wir versprochen haben", so Vorstandsvorsitzender René Obermann. "In einem nicht immer einfachen Umfeld haben wir uns mit ordentlichen Ergebnissen behauptet. Sowohl die finanzielle als auch die operative Entwicklung des Konzerns entspricht voll unseren Erwartungen."
Im deutschen Mobilfunkgeschäft stieg der Umsatz im dritten Quartal um 2,3 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um knapp 1 Prozent auf 0,9 Milliarden Euro. Die Zahl der Mobilfunkkunden sank in den ersten drei Quartalen 2010 gegenüber dem Jahresende 2009 um 4,2 Millionen auf 34,9 Millionen. Viele inaktive Prepaid-Karten seien ausgebucht worden, gibt die Telekom als Begründung für den Schwund an.
Die Zahl der US-amerikanischen Mobilfunkkunden stieg im vergangenen Quartal um 137.000 auf 33,8 Millionen. Jenseits des Atlantiks setzte die Telekom 5,4 Milliarden US-Dollar um, 0,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die im operativen Segment Europa zusammengefassten Mobilfunk- und Festnetzgesellschaften erwirtschafteten mit 4,1 Milliarden Euro 19,5 Prozent weniger als im dritten Quartal 2009.
Im Festnetzbereich verzeichnete die Telekom in Deutschland einen UmsatzrĂĽckgang um 4,3 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA blieb im gleichen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahresquartal mit minus 0,6 Prozent nahezu konstant. Die Zahl der Festnetzkunden ging im Vorjahresvergleich um 6,1 Prozent auf 25 Millionen zurĂĽck. Die Zahl der BreitbandanschlĂĽsse wuchs um 2,3 Prozent auf 13,8 Millionen. (anw)