Studie: Viele Smartphone-Käufer achten nicht auf Betriebssystem
Die erste Erfahrung des Nutzers mit einem mobilen Betriebssystem ist nach Ansicht der Marktforscher prägend.
Nur jeder zweite Smartphone-Interessent überlegt sich vor dem Kauf, unter welchem Betriebssystem das Gerät laufen soll. Das ist das Ergebnis einer Studie von TNS Infratest. Bei der anderen Hälfte, die eine Vorentscheidung anhand des Betriebssystem fällt, hat indes Windows Mobile mit 26 Prozent klar die Führungsrolle inne. Der Grund dafür liegt nach Aussage der Marktforscher in der Hoffnung der Anwender, ihr Windows-Smartphone sei somit besser kompatibel mit dem PC oder Laptop.
Auf den Plätzen 2 und 3 finden sich Symbian (11 Prozent) und PalmOS (10 Prozent). Die Neigung für ein bestimmtes Betriebssystem ist demnach stark von den Vorerfahrungen der Befragten abhängig. "Das Phänomen ist vergleichbar mit der Treue des Nutzers zur gewohnten Menüführung eines Handymodells. Einmal damit vertraut und positive Erfahrungen gesammelt, wird die Menüführung zum Kundenbindungsfaktor für die Herstellermarke und den Anbieter", lässt sich Ulrich Maier von TNS Infratest zitieren.
"Bei der Diskussion der kaufrelevanten Merkmale eines Smartphones darf aber nicht übersehen werden, dass das Betriebssystem bei der Kaufplanung zwar eine wichtige, aber nicht die kaufentscheidende Rolle spielt", meint Maier. Eine größere Rolle spielen elementare Features wie Bluetooth-/Infrarotschnittstelle, Kalender sowie E-Mail- und PC-Synchronisation. "Werden diese Merkmale nicht angeboten, werden es die Betriebssysteme schwer haben, ihre Vorzüge auszuspielen."
Insgesamt wurden von den Befragten 13 aktuelle Smartphone-Modelle nach Design, Funktionalität bewertet und ihre Kaufpräferenzen erfragt. (tol)