Drei auf einen Streich: Jet-Manager jetten zu Intos Electronic
Gleich drei Mitarbeiter von Jet Computer wechselten zu Intos Electronics. Sie bleiben aber im Großraum Hannover. Denn Intos eröffnete im Stadtteil Garbsen ein neues Vertriebsbüro. Damit unterhält der Spezialdistributor jetzt sechs Außenposten. Grund für die Expansion: Man will näher an die Kunden rücken.
"Das Produktumfeld ist zukunftssicher", Ralf Sander, Business Development Manager Intos Electronic
(Bild: Intos)
Die Trennung verlief ruhig, man sei in Frieden auseinander gegangen. So beschreibt Ralf Sander seinen Ausstieg bei Jet Computer in Laatzen bei Hannover. Der ehemalige Vertriebsleiter Inland IT hatte das Gefühl, sich "nach sechs Jahren bei Jet verändern zu müssen". Dabei kam ihm entgegen, dass er den Spezialdistributor Intos Electronic in Gießen bereits als Kunden kannte. "Und wie es so ist, man spricht unter Kollegen auch mal über Perspektiven, auch über berufliche. Außerdem ist das Produktumfeld von Intos mit den Netzwerkprodukten auf jeden Fall zukunftssicher." Der Grossist, 1991 gegründet, vertreibt vor allem Kabel, Schnittstellenadapter, Kühlung und Lüftung sowie Netzteile. Etwa die Hälfte der rund 5.000 Produkte stammt aus der Eigenfertigung unter der Marke "InLine".
Jet Computer auf Suche nach CE-Vertriebler
Ob es noch andere Gründe für den Wechsel von Jet zu Intos gegeben habe, will der 38-Jährige im Gespräch mit heise resale nicht kommentieren. "Ich bin gut bei Jet ausgeschieden", lautet seine knappe Antwort. Und doch hat Sanders Abgang tiefergehende Spuren bei Jet hinterlassen. Denn nach ihm haben auch der Division Manager CE Carsten Nehls und der Channel Manager CE Jens Frankenfeld den Laatzener PC-Hersteller und Distributor in Richtung Intos verlassen. Aufgrund des Aderlasses bei Jet Computer muss sich jetzt Gesamtvertriebsleiter Edwin Lengnick um die CE-Abteilung mit Schwerpunkt Multimedia kümmern, bis neue Mitarbeiter für den Bereich gefunden sind. Derzeit sucht das Unternehmen aus Laatzen noch potenzielle CE-Vertriebler, wobei erste Bewerbungsgespräch bereits geführt werden, wie heise resale auf Anfrage erfahren hat.
Distributoren kommen ihren Kunden wieder näher
Carsten Nehls: Früher Division Manager CE bei Jet Computer, jetzt Eigenmarkenvertrieb im Intos Vertriebsbüro Hannover
(Bild: Intos)
Nach dem Wechsel bleiben die drei ehemaligen Jet-Manager beim neuen Arbeitgeber nicht nur zusammen, sondern brauchen noch nicht einmal nach Gießen umzuziehen. Das Trio wird weiterhin im Großraum Hannover arbeiten. Denn Intos hat am vergangenen Montag in der Siemensstraße 25 in Garbsen ein neues Vertriebsbüro eingeweiht: mit Ralf Sander als Business Development Manager. "Das ist für mich ideal, denn ich wollte nur ungern aus der Region Hannover weg", fügt er an. Im neuen Büro wird sich Kollege Nehls vor allem um den Vertrieb der Eigenmarkenprodukte – unter anderem Kabel, Adapter und Switches – kümmern. Kollege Frankenfeld wiederum ist für den ITK-Bereich zuständig, den Intos verstärkt ausbauen will. Beide sollen neben dem Fachhandel vor allem Flächenmärkte wie beispielsweise Medimax von Electronic Partner betreuen.
Jens Frankenfeld: Früher Channel Manager CE bei Jet Computer, jetzt ITK-Vertrieb im Intos Vertriebsbüro Hannover
(Bild: Intos)
Mit dem Vertriebsbüro in Hannover unterhält der Spezialdistributor jetzt sechs Außenstellen: Hannover-Garbsen, Hamburg, Langenfeld, Greven bei Münster, Neukirchen und Nürnberg. Begründet wird diese Expansion vor allem damit, dass man näher am Kunden sein wolle. In der Tat erfährt das Thema Vertriebsbüros seit geraumer Zeit eine Art Renaissance. Nachdem der Großhandel vor allem aus Kostengründen über viele Jahre hinweg einen großen Bogen um Außenbüros machte, hat man sich mittlerweile eines Besseren belehren lassen: Die Betreuung des Fachhandels vor Ort funktioniert über die Vertriebsniederlassungen bei weitem besser, als von weit entfernt gelegenen Zentralen aus. Nicht wenige Distributoren haben erfahren, dass die regionale und emotionale Nähe zu den Kunden ganz wesentlich zur Kundenbindung beiträgt und – wie immer wieder betont wird – von den Kunden gewünscht wird.
Hilfe am Point of Sales: Regalwände mit aktuellen Produkten
Zu den Leistungen der Vertriebsbüros von Intos gehöre laut Ralf Sander auch die Unterstützung des Fachhandels und der Flächenmärkte mit Regalen und Shopwänden am Point of Sale. Zugrunde liegt diesem Angebot ein "Förderprogramm stationärer Fachhandel" der Eigenmarke "InLine". Im Rahmen des Programms bietet Intos Händlern mit Ladengeschäft individuelle Shopwände mit EDV-Zubehör und Kabeln an. Dabei übernimmt Intos den Umbauservice, die Altwarenübernahme, Integration des Ladenlokals auf der Markenhomepage Inline-Info mit endkundenorientierten Informationen sowie weitere PoS-Unterstützung. "So eine Aufstellwand kostet gerade mal zehn Euro im Monat, wobei optional die Kosten bei entsprechendem Warenumsatz rückvergütet werden können", erklärt Sander zu dem Konzept. Außerdem, so Sander, unterstütze das Team in Garbsen die Kunden unter anderem bei allen Produkt- und Verkaufsfragen sowie Projektabwicklungen. (map)