Ein Monat Downtime bei SETI@home
Das Projekt SETI@home, das mit Hilfe vieler über das Internet angeschlossener Privatrechner die Suche nach außerirdischen Lebenszeichen betreibt, ist für rund einen Monat nicht erreichbar.
- Jürgen Diercks
Die Universität Berkeley hat in einem Newsletter an die SETI@home -Mitglieder mitgeteilt, dass das Projekt für längere Zeit – voraussichtlich für einen Monat – nicht erreichbar sein wird. Grund: Man müsse die Datenbankserver auswechseln, die mittlerweile nicht mehr zuverlässig genug arbeiten. Der Backup-Server verfüge zudem nicht über ausreichende Kapazität, um die Suche nach Außerirdischen alleine am Laufen zu halten.
Zwei aus Spenden finanzierte Server sind bestellt: einer wird der neue BOINC -Datenbankserver und der andere der neue Wissenschaftsdatenbankserver. Mit den beiden Geräten soll es möglich sein, deutlich mehr Arbeit an die Teilnehmer zu vergeben. Während der Ausfallzeit verteilt das Projekt keine neue Aufgaben; alle ausstehenden Ergebnisse lassen sich jedoch weiterhin hochladen. Website und Foren sollen die meiste Zeit weiterlaufen.
Während des Umbaus bietet es sich an, ein Ausweichprojekt einzurichten. Es wird immer dann gerechnet, wenn das SETI nicht erreichbar ist oder keine Arbeit hat. Als Ausweichmöglichkeiten empfiehlt SETI die folgenden BOINC-Projekte: Rosetta@home , Einstein@home, World Community Grid , QMC@HOME und POEM@HOME . Wem das nicht reicht, der findet weitere Projekte im SETI-Wiki, inklusive Installationsanleitung . (jd)