Sage kooperiert mit MySQL
Sage will in seinen Produkten zukünftig auch die Datenbank MySQL einsetzen. Konkrete Ankündigungen gibt es aber noch nicht.
Der Unternehmenssoftware-Anbieter Sage geht eine Partnerschaft mit MySQL ein. Damit kann die Sage-Gruppe in ihren kommerziellen Produkten die MySQL-Datenbank verwenden. Für das schwedische Unternehmen MySQL AB ist das Abkommen Teil seiner Doppellizenzierungs-Strategie.
Sage erklärte, die Wahl sei auf MySQL aufgrund der Effizienz der Open-Source-Methode gefallen; zudem wolle man nicht zu sehr von einzelnen Herstellern abhängig werden. Unkompliziertheit, geringe Betriebskosten und sparsamer Umgang mit Systemressourcen sprächen für die Datenbank.
Die Sage-Gruppe betätigt sich hauptsächlich in den Bereichen betriebswirtschaftliche Anwendungen für kleine und mittelständische Unternehmen, branchenspezifische Lösungen sowie Software für den öffentlichen Sektor. Das britische Unternehmen hatte sich dieses Jahr bereits durch Übernahmen in Deutschland, Frankreich und den USA hervorgetan. Entsprechend verwinkelt ist Sages Produktpalette, und entsprechend viel Software könnte theoretisch um MySQL-Unterstützung erweitert werden. Konkrete Pläne sind allerdings noch rar: Einige auf Nordamerika und Großbritannien beschränkte Buchhaltungspakete sollen 2007 umgestellt werden; das deutsche Tochterunternehmen hält sich bedeckt und sieht MySQL als Verstärkung für die bisherigen Datenbanken, nicht als ihre Ablösung.
Kurzfristig sind also zumindest auf dem deutschen Markt keine durchschlagenden Veränderungen zu erwarten. Auf längere Sicht will Sage mit dem plattformübergreifenden MySQL seinen Entwicklern und seinen Kunden mehr Flexibilität einräumen – nicht zuletzt bei der Wahl des Betriebssystems. (Hendrik Krauß) / (odi)