WLAN fĂĽr DSL-Kunden bei Versatel
Für eine zusätzliche Monatsgebühr sind WLAN-Router und USB- oder PCMCIA-WLAN-Adapter erhältlich. Sonderkonditionen für BerlinNet-Hotspots sind geplant.
DSL-Kunden der Versatel können ab dem 15. November zusätzlich zu den Tarifen DSL NoLimit oder DSL NoLimit XL die WLAN-Router bestellen, die das bestehende Modem mit Ethernet-Kabel ersetzen. Beide NoLimit-Tarife bieten bei bis zu 2.048 kbit/s Down- und 256 kbit/s Upstream neben einer Flatrate auch einen ISDN-Zugang mit 10 Euro monatlichem Gesprächsguthaben. Sie kosten regulär monatlich 49,99 Euro -- der Unterschied zwischen den Tarifvarianten liegt in der Vertragslaufzeit:
Während beim Tarif NoLimit ein Bereitstellunsgentgelt für den DSL-Anschluss von 99 Euro fällig wird -- die Mindestvertragslaufzeit beträgt 12 Monate --, spart man bei der XL-Variante den Bereitstellungspreis, bindet sich jedoch für 24 Monate an Versatel. Entscheidet sich ein Kunde für ein drahtlosen Router (Turbolink JDR454), werden im XL-Tarif weitere 3,99 Euro pro Monat fällig, egal, ob man einen USB-Stick (Turbolink CB801R) oder eine PCMCIA-Card (UB801R) hinzuwählt. Bei NoLimit ohne XL beträgt die Monatsgebühr hingegen 7,99 Euro monatlich. Beide Tarifvarianten haben gemein, dass die Mindestlaufzeit von 12 oder 24 Monaten (XL) mit dem Zubuchen des WLAN-Moduls von vorn beginnt. Bei beiden Varianten zahlen die Kunden also rund 96 Euro, bevor der Router in ihr Eigentum übergeht.
Versatel hat in Deutschland nach eigenen Angaben inzwischen 154.000 DSL-Kunden. Im dritten Quartal seien rund 20.000 hinzu gekommen: Das Unternehmen hatte zuletzt im Sommer den Berliner Citycrrier BerliKomm übernommen -- und damit auch deren WLAN-Tochter BerlinNet, die in der Hauptstadt über 80 Hotspots betreibt. Von der Marketing-Abteilung von Versatel war zu hören, dass man Sonderkonditionen für DSL-Anschlusskunden vorbereitet, wenn sie an einem BerlinNet-Hotspot surfen möchten.
Der deutsche Ableger der niederländischen Versatel Telecom International N.V. hatte bereits regionale Telefon-Netzbetreiber wie die frühere KomTel (Flensburg), VEW Telnet (Dortmund), Tesion (Baden-Württemberg) und CompleTel (München) aufgekauft. Deren Gründungsgesellschafter waren mehrheitlich regionale Energieversorger, die sich während der Krise in der Telekom-Branche von ihren Carriern getrennt hatten. (ssu)