Freenet steigert Gewinn, verliert weiter Kunden

Den anhaltenden Kundenschwund will der Mobilfunkprovider mit seiner auf umsatzstarke Vertragskunden konzentrierten Strategie abfedern. Im dritten Quartal konnte Freenet die Talfahrt des durchschnittlichen Monatsumsatzes stoppen.

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Der Mobilfunkprovider Freenet konnte seinen Gewinn im dritten Quartal trotz UmsatzrĂĽckgangs steigern. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahresquartal von 929,8 auf 846,9 Millionen Euro zurĂĽck, wie das Unternehmen am Mittwoch in BĂĽdelsdorf mitteilte. Das um restrukturierungsbedingte Einmaleffekte bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreiungen (EBITDA) gab leicht von 98,8 auf 95,7 Millionen Euro nach. Gleichzeitig wuchs das Konzernergebnis von 2,1 auf 28,6 Millionen Euro.

Im Kerngeschäft Mobilfunk (mobilcom-debitel) ging der Quartalsumsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode von 897,3 auf 827,2 Millionen Euro zurück. Bei 15,84 Millionen Mobilfunkkunden zum Quartalsende (Vorjahr: 17,62 Millionen) konnte der Anbieter den durchschnittlichen Umsatz pro Kunde (ARPU) bei 24,50 Euro stabilisieren, nachdem der ARPU im zweiten Jahresabschnitt auf 24,20 Euro abgesackt war. Vor Jahresfrist gaben Mobilfunkkunden durchschnittlich 24,80 Euro monatlich aus.

Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres verzeichnete Freenet einen Umsatzschwund von 2,71 Milliarden Euro im Vorjahr auf 2,49 Milliarden Euro. Das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA belief sich auf 268,9 Millionen Euro, verglichen mit 272,2 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Konzernergebnis der ersten neun Monate erhöhte sich von 12 Millionen Euro im Vorjahr auf 73 Millionen Euro. "Wir sind mit dem erwirtschafteten Ergebnis sehr zufrieden und sehen uns in der Ausrichtung auf hochwertige Vertragskunden zur Absicherung unserer langfristigen Profitabilität bestätigt", erklärte der neue Finanzvorstand Joachim Preisig. (vbr)