Studie: Viele Kunden finden Internetauftritte großer Banken unübersichtlich
Selbst Kunden, die ihre Bankfiliale seit längerer Zeit nutzen, beurteilten den Zugang zu relevanten Informationen laut einer Untersuchung von TNS Infratest Finanzforschung als nicht ausreichend.
Virtuelle Bankfilialen im Internet überfordern ihre Kunden oft. Die unübersichtliche Gestaltung der Seiten schrecke vor allem Erstkunden ab. Zu diesem Ergebnis kommt die TNS Infratest Finanzforschung aus München in einer aktuellen Studie. Das Meinungsforschungsinstitut hatte rund 1500 Erstbesucher und Kunden das Online-Angebot der Commerzbank, Deutschen Bank, Dresdner Bank, HypoVereinsbank und der Postbank bewerten lassen.
Problematisch sei die Gestaltung der Seiten besonders dann, wenn bereits die Startseite mit Informationen überfüllt ist. Selbst Kunden, die ihre virtuelle Bankfiliale seit längerer Zeit nutzen, beurteilten den Zugang zu relevanten Informationen als nicht ausreichend. Das sei besonders deshalb wichtig, weil der Online-Kunde bei der Abwicklung seiner Bankgeschäfte im Internet auf sich alleine gestellt sei. Die inhaltlichen Angebote der Online-Banken wurden in der Studie dagegen überwiegend positiv beurteilt.
Wichtig sei, so die Marktforscher, dass die Banken kontinuierlich daran arbeiten, ihre Online-Filialen für die Abwicklung komplexerer Bankgeschäfte zu überarbeiten. So hätten beispielsweise rund eine Million Deutsche schon einmal einen Baufinanzierungs- oder Kreditantrag online gestellt. Mehr als 7 Millionen Bundesbürger könnten sich grundsätzlich vorstellen, Bausparverträge auch online abzuschließen. (anw)