Sicherheitstechnik beschert Funkwerk Verluste
Der Umsatz des börsennotierten Kommunikationstechnik-Anbieters Funkwerk ist im dritten Quartal um knapp 10 Prozent auf 48,7 Millionen Euro gesunken. Unter dem Strich steht ein EBIT-Verlust von 0,5 Millionen Euro. Der Vorstand hält eine Rückkehr in die operative Gewinnzone für das Gesamtjahr 2010 aber weiterhin für möglich.
Die Problem-Sparte Sicherheitstechnik hält den Kommunikationstechnik-Anbieter Funkwerk weiter in der Verlustzone. Der Umsatz der börsennotierten Funkwerk AG sank im dritten Quartal um 9,8 Prozent auf 48,7 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) blieb ein Verlust von 0,5 Millionen Euro. Damit habe sich die Ertragssituation des Kölledaer Unternehmens verbessert. Im dritten Quartal 2009 lag der Verlust noch bei 9,6 Millionen Euro. Obwohl die Zahlen schlechter als erwartet sind, sei die operative Gewinnzone für das Gesamtjahr 2010 noch in Reichweite, erklärte der Vorstand.
Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen, dass viele bisher verzögerten Aufträge und Projekte nachgeholt werden. Damit soll eine deutliche Umsatzsteigerung und ein positives operatives Betriebsergebnis erzielt werden. Im vergangenen Jahr war der Umsatz der Funkwerk AG um 25 Prozent auf 218 Millionen Euro eingebrochen. Als Grund nannte der Vorstand Ausfälle bei einem Exportprojekt in der Sicherheitstechnik. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von 13 Millionen auf minus 42 Millionen Euro. Funkwerk stellt Kommunikationstechnik für Bahngesellschaften und Verkehrsbetriebe, aber auch Mobilfunktechnik für Autos und elektronische Sicherheitstechnik her. Im vergangenen Jahr waren im Jahresschnitt rund 1600 Menschen bei Funkwerk beschäftigt. (pmz)