Cisco hat gut zu tun, aber der Ausblick enttäuscht

Der Netzwerkausrüster steigerte im vergangenen Quartal seinen Umsatz um 19 Prozent. Mit seiner Prognose für das gesamte Geschäftsjahr blieb das Unternehmen aber unter den von Analysten erwarteten Zahlen.

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Netzwerk-Technik für Firmen und das Internet ist begehrt. Der weltgrößte Netzausrüster Cisco hat in seinem ersten Geschäftsquartal, das mit dem Oktober endete, davon profitiert und seinen Umsatz um 19 Prozent auf 10,8 Milliarden US-Dollar (7,8 Milliarden Euro) gesteigert. Der Gewinn wuchs im Vergleich zum gegengezeichneten Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar, heißt es in einer Mitteilung.

Der Umsatz mit Routern wuchs gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 13 Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar, der mit Switches um 25 Prozent auf 3,5 Milliarden US-Dollar. Mit "Neuen Produkten", zu denen Videokonferenzsysteme und Systeme fürs vernetzte Heim gehören, setzte Cisco 3,1 Milliarden US-Dollar um, 22 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Nach geografischen Regionen aufgeteilt verzeichnete Cisco mit 32 Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar das größte Umsatzwachstum in "aufstrebenden Märkten". In Asien-Pazifik wuchs der Umsatz um 18 Prozent auf 1,6 Milliarden, dagegen in Nordamerika um 7 Prozent auf 5,9 Milliarden und in Europa um 2 Prozent auf 2 Milliarden US-Dollar.

Konzernchef John Chambers lobte am Mittwoch zwar die "soliden Finanzergebnisse", er sprach aber auch von einem weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Ein zurückhaltender Ausblick auf das laufende Quartal versetzte die Anleger in Sorge. Cisco rechnet für den Zeitraum mit 3 bis 5 Prozent Umsatzwachstum, für das gesamte Geschäftsjahr mit bis zu 12 Prozent. Analysten hatten für das Gesamtjahr mit 13 Prozent Wachstum gerechnet. Die Aktie verlor nachbörslich satte 11 Prozent an Wert.

In der Wirtschaftskrise hatten die Unternehmen ihre IT-Ausgaben drastisch zurückgefahren, deshalb haben sie nun Nachholbedarf. Cisco profitiert davon. Zusätzliches Geschäft kommt durch den Ausbau der Netze, etwa für Videokonferenzen oder Film- und Serien-Downloads. Besonders in den USA sind Online-Videotheken wie Netflix beliebt. (anw)