Siemens mit Rekordumsatz

Der Elektrokonzern komme "mit vollem Schwung aus der Krise", sagte Konzernchef Peter Löscher zur Vorlage der Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres.

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Der Elektrokonzern Siemens will nach einem Rekordjahr weiter Fahrt aufnehmen. Der Auftragseingang von zuletzt 81,2 Milliarden Euro soll auch ohne Zukäufe deutlich zulegen, wie Siemens mitteilte. Gestützt vom Auftragspolster – das um 3 Prozent dicker ist als im Vorjahr – erwartet das Management zudem die Rückkehr zu einem moderaten organischen Umsatzwachstum. Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten soll sich um mindestens 25 bis 35 Prozent verbessern.

"Wir kommen mit vollem Schwung aus der Krise. Unser Wachstum gewinnt an Fahrt", erklärte Konzernchef Peter Löscher. "Das positive Momentum werden wir ins nächste Jahr mitnehmen. Es gilt Auftrag um Auftrag zu gewinnen."

Im vergangenen Geschäftsjahr 2009/10 (30. September) steigerte Siemens das operative Ergebnis in seinen drei Kerngeschäftsfeldern Industrie, Energie und Gesundheit von 7,5 Milliarden Euro auf den Bestwert von 7,8 Milliarden Euro. Dabei ist eine milliardenschwere Abschreibung auf das Diagnostik-Geschäft bereits berücksichtigt. 28 Milliarden Euro setzt Siemens nach eigenen Angaben mit umweltfreundlicher Technik um.

Während die Umsätze in den Regionen Europa, GUS, Naher und Mittlerer Osten sowie in Amerika leicht nachgaben, legten sie in der Region Asien und Australien um insgesamt 10 Prozent zu. Besonders starkes Wachstum verzeichnete Siemens in den Schwellenländern. In Indien kletterte der Umsatz um 17 Prozent, in China um 12 Prozent und in Brasilien um 32 Prozent.

Unter dem Strich kletterte der Gewinn um 63 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Dank der kräftigen weltweiten Konjunkturerholung konnte das Unternehmen den Umsatz nahezu stabil halten bei rund 76 Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte um 3 Prozent zu auf 81,2 Milliarden Euro.

Die Aktionäre sollen von der guten Entwicklung durch einen kräftigen Dividendenanstieg von 1,60 auf 2,70 Euro je Aktie profitieren. Künftig will das Unternehmen zwischen 30 und 50 Prozent des Nachsteuergewinns an seine Anteilseigner ausschütten. "Mit der neuen Dividendenpolitik setzen wir für langfristig orientierte Anleger einen weiteren Anreiz, in Siemens zu investieren", so Löscher. Gestern wurde bekannt, dass Siemens seinen weltweit 400.000 Mitarbeitern eine Sonderzahlung zukommen lassen will. (anw)