ProSiebenSat.1 steigert Umsatz und Ergebnis

Vor allem das Fernsehen profitiere innerhalb der Medienindustrie kräftig von der wirtschaftlichen Erholung in Westeuropa, resümierte der Medienkonzern nach Abschluss des dritten Quartals.

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Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 hat im dritten Quartal 626,9 Millionen Euro umgesetzt. Das sind 12 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) wuchs laut Mitteilung um 64,3 Prozent auf 154,9 Millionen Euro. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 32 Millionen Euro nach einem Verlust von 12,7 Millionen Euro vor einem Jahr.

Die Medienindustrie profitiere insgesamt stark von der wirtschaftlichen Erholung in Westeuropa, erläutert Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG. Vor allem das Fernsehen sei Gewinner dieser Entwicklung. Die Kunden des Konzerns setzten auf dessen "emotionale Kraft und die Reichweite des Fernsehens". Mit der Verlagerung weiter Teile des Berliner Standorts nach München im vergangenen Jahr hat der Konzern Kosten eingespart. Dazu kommt der Verkauf von N24 und der Produktionsgesellschaft MAZ & More im Juni 2010.

Der Umsatz des Bereichs Free-TV in Deutschland, Österreich und der Schweiz wuchs um 14,8 Prozent auf insgesamt 387,1 Millionen Euro. Hier verweist das Unternehmen auf gute Zuschauerquoten bei der Serie "Danni Lowinski" (Sat.1), der Show "Schlag den Raab" oder und der Magazin-Sendung "Galileo" (ProSieben). Im internationalen TV-Geschäfts setzte ProSiebenSat.1 156,7 Millionen Euro um und damit 5 Prozent mehr als voriges Jahr.

Die vergangenen neun Monate sieht der Konzern als erfolgreich an. Vor diesem Hintergerund erwartet er, das bereinigte EBITDA des Vorjahres für das laufende Vierteljahr übertreffen zu können – "auch wenn das vierte Quartal 2010 aufgrund der insbesondere im deutschen Kernmarkt anspruchsvolleren Vorjahresvergleichszahlen voraussichtlich nicht das hohe Wachstumsniveau der Vorquartale erwarten lässt", wie es in der Mitteilung heißt. (anw)