Französischer Verlegerverband klagt gegen Google Books

Der Verband hat sich einer Klage der Verlagsgruppe La Martiniere wegen Urheberrechtsverletzungen durch Google Books angeschlossen.

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Der französische Verlegerverband (SNE) hat sich einer Klage der Verlagsgruppe La Martiniere gegen Google angeschlossen. Der Verleger hatte den Suchmaschinenbetreiber im Juni dieses Jahres vor einem französischen Gericht wegen Urheberrechtsverletzungen durch Google Print verklagt. Im Rahmen des internationalen Projekts digitalisiert Google Bücher und macht sie online durchsuchbar. Die Friedensangebote Googles haben den 400 Verlage repräsentierenden Verband, der bereits mit juristischen Schritten gedroht hatte, offenbar nicht überzeugt.

Google habe nicht nur Werke, deren Rechte bei der Allgemeinheit liegen (Public Domain), eingescannt, sondern auch eine Reihe noch geschützter Titel, so der Verband. Google habe seinen Nutzern Zugriff auf vielfältige Auszüge aus diesen Werken gestattet, ohne dafür das Einverständnis der Rechteinhaber zu haben. Auch die französischen Bibliotheken hatten Googles Buchprojekt kritisiert. Zwar sei die Digitalisierung des Buchbestandes wichtig, doch dürfe man das nicht alleine einem US-Industriegiganten überlassen.

Auch in Belgien hat Google derzeit Ärger mit Druckerzeugnissen. Nach dem Urteil eines belgischen Gerichtes musste der Suchmaschinenbetreiber Links zu Artikeln belgischer Zeitungen aus seinem Dienst Google News entfernen, ein Widerspruch wurde zurückgewiesen. (vbr)