FJH schrumpft weiter
Die auf die Versicherungsbranche spezialisierte Softwarefirma FJH baut nach drastischen Verlusten im vergangenen Jahr weitere Stellen ab.
Die auf die Versicherungsbranche spezialisierte Softwarefirma FJH setzt nach drastischen Verlusten im vergangenen Jahr ihre Schrumpfkur fort und baut weitere Stellen ab. Im Zuge der laufenden Sanierung solle die Zahl der Mitarbeiter von zuletzt noch rund 640 auf unter 500 Beschäftigte reduziert werden, sagte der neue FJH-Vorstandschef Ulrich Korff am Dienstag in München. "Die ersten Kündigungen sind schon ausgesprochen." Ende 2003 hatte das Unternehmen noch gut 1000 Beschäftigte.
Das gesamte Geschäftsmodell des Unternehmens stehe auf dem Prüfstand, sagte Korff. "Wir wollen das Unternehmen wieder in eine vernünftige Profitabilität zurückführen." Im ersten Quartal verbuchte das Unternehmen nach vorläufigen Zahlen bei einem Umsatz von rund 13 Millionen (Vorjahr: 19 Millionen) Euro auch mit Hilfe der Auflösung von Rückstellungen ein positives Ergebnis von etwa einer Million Euro, nach 3,2 Millionen Euro Verlust im Vorjahr. Darin ist die verkaufte Heubeck AG nicht mehr enthalten, die im ersten Quartal dieses Jahres entkonsolidiert wurde.
Der hohe Jahresverlust 2004 war neben Aufwendungen für den Personalabbau auch durch hohe Wertberichtigungen bei Projekten entstanden. Mit verschiedenen Kapitalmaßnahmen seien nun ausreichend liquide Mittel vorhanden, um die Sanierung zum Jahresende abzuschließen. Allerdings stellt sich FJH nochmals auf einen Umsatzrückgang ein. Nach 68 Millionen Euro im Vorjahr würden in diesem Jahr über 50 Millionen Euro erwartet, sagte der neue Finanzvorstand Sven-Roger von Schilling. Für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern rechnet Schilling in diesem Jahr noch mit einem einstelligen Millionen-Euro-Verlust.(dpa) / (pmz)