Medion strebt 2010 ĂĽberproportionale Ergebnissteigerung an
Den von der Krise 2009 verursachten Geschäftseinbruch kann der Essener Elektronikanbieter im laufenden Jahr von Quartal zu Quartal wiedergutmachen. Umsatz und Ergebnis vor Steuern liegen deutlich über den Vergleichszeiträumen des Vorjahres.
Mit der Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres zeigt sich der Essener Elektronikanbieter zufrieden. Christian Eigen, Finanzvorstand der Medion AG, gibt daher auch eine deutlich optimistischere Prognose für das Gesamtjahr 2010 ab: "Wir rechnen jetzt mit einem Umsatzwachstum zwischen 15 und 20 Prozent sowie einem Ergebnisanstieg von mindestens 25 Prozent." Für die ersten drei Quartale steht bisher ein Umsatz von 1,129 Milliarden Euro zu Buche, 22 Prozent mehr als in der gleichen Periode 2009. Gleichzeitig kletterte der Gewinn vor Steuern (EBIT) um mehr als 50 Prozent auf 11,8 Millionen Euro. Nach Abzug der Steuern bleibt Medion noch ein Ergebnis von 8,6 Millionen Euro und damit rund ein Viertel mehr als in den ersten neun Monaten des Vorjahres.
Profitiert habe Medion vor allem von der wiedererstarkten Nachfrage – insbesondere Notebooks seien hierzulande wie auch im Ausland begehrt. "Zudem zahlen sich unsere Anstrengungen zur Weiterentwicklung des Direktgeschäftes, auf das inzwischen ein Umsatzanteil von rund 25 Prozent entfällt, mehr und mehr aus", ergänzt CFO Eigen. Den Strategiewandel hatte der Konzern Mitte vergangenen Jahres angekündigt. Durch ein verstärktes Engagement in der Direktvermarktung will Medion die Abhängigkeit vom Projektgeschäft mit Vertriebspartnern wie beispielsweise dem Lebensmitteldiscounter Aldi vermindern.
Auch wenn die Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2010 einen klaren Aufwärtstrend zeigt, bleiben verschiedene Kennzahlen des Konzerns noch immer unter den Werten aus dem Jahr 2008. Die Erlöse in den ersten neun Monaten 2010 liegen zwar knapp 5 Prozent über denen der Vergleichsperiode von 2008. Für das Ende September abgeschlossene dritte Quartal kann Medion jedoch nur einen Umsatz von 373,1 Millionen Euro ausweisen – im gleichen Zeitraum 2008 standen hingegen rund 381 Millionen Euro zu Buche. Auch auf der Ergebnisseite schneidet das Vorkrisenjahr bisher besser ab. So erzielte Medion in den ersten drei Quartalen 2008 ein EBIT von etwa 17 Millionen Euro, der Nettogewinn betrug rund 14 Millionen Euro. Die Vergleichswerte im laufenden Geschäftsjahr bleiben noch jeweils mehr als 30 Prozent darunter. (map)