Ein FĂĽnftel der japanischen Unternehmen nutzt Open Source auf Servern
Das japanische Ministerium fĂĽr Inneres und Kommunikation hat den Jahresbericht ĂĽber den Einsatz von Informationstechnologie in Unternehmen und Privathaushalten vorgelegt.
21 Prozent der Unternehmen in Japan nutzen Open-Source-Software als Server-Betriebssystem. Damit ist der Anteil ebenso hoch wie in Südkorea, aber geringer als in den USA, wo mittlerweile 33 Prozent in diesem Bereich auf Open Source setzen. Das geht aus dem Bericht Information and Communications in Japan 2005 des japanischen Ministeriums für Inneres und Kommunikation hervor (PDF-Datei, 2,3 MByte). Als wichtigste Gründe für den Einsatz wurden bei einer Befragung "geringe Einführungskosten" und "niedrige Betriebskosten" genannt, während das Argument "Verfügbarkeit von Support und Zugang zu modifizierter Software" für den Einstieg in Open Source am wenigsten zog.
Weitere 7,6 Prozent der japanischen Unternehmen planen eine Migration ihrer Server auf Open Source und 14,6 Prozent durchdenken einen Umstieg. Der "harte Kern" derjenigen Firmen, die sich als umstiegsresistent zeigten, hat einen Anteil von 20,3 Prozent. In den USA beträgt dieser Anteil 25,8 und in Südkorea 33,1 Prozent.
98,1 Prozent der japanischen Unternehmen sind mit dem Internet verbunden. Im Jahr 2000 betrug dieser Anteil noch 89,3 Prozent. Demgegenüber verfügen 79,5 Millionen Japaner über einen Internet-Anschluss, also 62,3 Prozent der Bevölkerung. Ende 2000 betrug dieser Anteil noch 37,1 Prozent. Ende vergangenen Jahres gingen 62 Prozent der Websurfer über eine Breitbandverbindung ins Internet gegenüber 6,8 Prozent vier Jahre zuvor.
Der Bericht erfasst mit RFID-Technik und Ubiquitous Networks auch einen Themenkomplex, der in jüngster Zeit in Teilen der Bevölkerung datenschutzrechtliche Bedenken auslöste, beispielsweise beim Einsatz zur Überprüfung der Anwesenheit an Grundschulen. Am häufigsten wird derartige Technik auch für die Überprüfung der Identität von Angestellten und zur Anwesenheitsprüfung genutzt.
Die Auswertung eines Tests zur Kontrolle von Grundschülern an einer Schule in der Präfektur Wakayama im Herbst 2004 hat ergeben, dass 81 Prozent der beteiligten Eltern täglich die Gelegenheit genutzt haben, sich via E-Mail oder Handy nach dem Verbleib ihres Nachwuchses zu kümmern. Über 70 Prozent sahen den Einsatz der RFID-Technik in diesem Bereich als notwendig oder "einigermaßen notwendig" an. (anw)