Microsoft bietet Lizenzen für patentgeschützte Computer-Mausfunktionen an
Gegen eine Lizenzgebühr von 0,30 bis 0,36 US-Dollar pro Einheit können Interessenten unter anderem das Recht erwerben, die so genannte "Tilt Wheel"-Technik in Computer-Mäuse einzubauen.
Microsoft bietet über seine IP Licensing Group erstmals auch Lizenzen für patentgeschützte Hardware-Technik an. Gegen eine Lizenzgebühr von 0,30 bis 0,36 US-Dollar pro Einheit können Interessenten unter anderem das Recht erwerben, die "Tilt Wheel"-Technik in Computer-Mäuse einzubauen. Es handelt sich dabei um ein Scroll-Rad mit zusätzlichem Kippschalter für horizontale Bewegungsfunktionen.
Ebenfalls lizenzierbar ist Microsofts "U2 Interface Detection and Switching Technology", die ermöglicht, dass Peripheriegeräte wie Tastatur und Maus automatisch vom System erkannt werden, unabhängig davon, ob sie gerade am USB- oder am PS/2-Anschluss hängen. Drittes Angebot ist der so genannte Magnifier, eine zusätzliche Maus-Funktionstaste, über die Bildschirmausschnitte vergrößert angezeigt werden können.
Mit der Lizenzierung und dem Verkauf geistigen Eigentums erzielte Microsoft im Jahr 2005 laut Geschäftsbericht Einnahmen in Höhe von rund 603 Millionen US-Dollar. Grundlage bildet ein Bestand von weltweit rund 7000 Patenten, der künftig um jährlich 3000 wachsen soll. Vom U.S. Patent and Trademark Office bekam der Konzern zuletzt sein 5000stes US-Patent für eine Technik zugesprochen, mit der sich Zuschauer in vernetzte Computer-Spiele einklinken können. (pmz)