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http://shuffler.fm

„The Web is your player, bloggers are your dj’s“ – damit ist im Grunde bereits das Wesentliche über das geniale Mashup Shuffler gesagt. Der Dienst betreibt eine Art Internet-Radio: Auf der Homepage sucht der Besucher eines von 96 Musik-Genres aus, das ihm gefällt. Statt ihn selbst mit Musik zu versorgen, bedient sich Shuffler einschlägiger Blogs. Titel für Titel ruft der Dienst ein neues Musik-Blog auf, aus dessen Posts er ein Stück abspielt.

Auf diese Weise hört der Musikfan nicht nur eine interessante Mischung, sondern lernt auch Blogs kennen, auf denen er mehr von seiner Lieblingsmusik findet. Gefällt ihm ein Stück nicht, kann er über eine von Shuffler über dem Blog eingeblendete Navigationsleiste zum nächsten wechseln. Per Formular können Blogger ihre Sites zum Shuffler-Stamm hinzufügen.

http://wiki.dbpedia.org

Bei der Online-Enzyklopädie Wikipedia ist eine riesige Faktenmenge zusammengekommen, mehr als 3,4 Millionen Artikel in der englischen Ausgabe. Einer ganzen Reihe von Anwendungsentwicklern und Forschern juckt es in den Fingern, diesen für Menschen gemachten Wissensfundus auch für Software zu erschließen. Dazu müssen die mitunter recht willkürlich zusammengetragenen Informationen der Enzyklopädie in ein konsistentes Format gebracht werden.

Das DBpedia-Projekt hat sich dieses Ziel gesetzt. Ihr Datenstamm umfasst bereits mehr als drei Millionen „Dinge“ mit mehr als einer Milliarde Fakten. Die englischsprachige Site hält auch etliche Beispiele bereit, wie sich die derart aufbereiteten Daten nutzen lassen. So ermöglichen sie zum Beispiel detaillierte Abfragen wie „Nebenflüsse des Rheins, die länger als 50 Kilometer sind“ oder grafische Aufbereitungen der Verknüpfungen zwischen Einträgen.

www.dlr.de/next

Wie fliegen die Flugzeuge von morgen, wie schlafen Astronauten, wie kommt der Strom in die Steckdose? Mit seiner neuen Jugendsite DLR_next will das Deutsche Zentrum fĂĽr Luft- und Raumfahrt (DLR) Kinder und Jugendliche fĂĽr Naturwissenschaften und Technik begeistern. Die Site liefert etliche, zielgruppengerecht aufbereitete Artikel zu Grundlegendem, etwa dem Treibhauseffekt, Historischem wie der Geschichte der Raumfahrt und auch aktueller Forschung, etwa zum Autofahren mit Strom.

AuĂźerdem finden die Kids zahlreiche multimediale Angebote, etwa einen virtuellen Flug durch unser Sonnensystem oder das Fahrzeug-Labor, in dem sie Motoren, Treibstoffe und Extras kombinieren, um das umweltfreundliche Auto der Zukunft zu konstruieren.

http://dooid.com

Ein Account bei Xing oder LinkedIn ist im Berufsleben fast schon obligatorisch; privat vernetzt sich der Surfer heutzutage bei Facebook, StudiVZ und Co. Er hat also gewissermaßen schon eine oder mehrere Visitenkarten im Web hinterlegt – aber: An die gestalterische Vielfalt der papiernen Business Cards kommen die mehr oder weniger uniformen Profilseiten der sozialen Netzwerke nicht heran.

DooID dagegen ermöglicht es Geschäftsleuten wie Privatpersonen, sich individueller zu präsentieren. Der Dienst richtet eine Seite ein, auf denen sie ihre Kontaktinformationen, aber auch Links zu ihren Seiten bei mehr als 50 Web-2.0-Diensten einbetten können. Die virtuelle Visitenkarte lässt sich in Bezug auf das Layout an den eigenen Geschmack anpassen, ein eigenes Hintergrundbild etwa gibt ihm einen persönlichen Touch. Einzelne Inhalte lassen sich per Passwort schützen. In einer Basisversion ist DooID gratis, für 3,99 US-Dollar pro Monat stellt der Betreiber unter anderem eine größere Anzahl an Layouts zur Auswahl und entfernt die dezente Eigenwerbung.

www.qfly.de

„Ich habe ein verlängertes Wochenende Zeit, ein Budget für die Reisekosten von 200 Euro und bin offen für Neues – wo komme ich von Hannover aus mit dem Flugzeug hin?“ Was bisher eine stundenlange Recherche mit etlichen Diensten und Suchmaschinen erforderte, lässt sich mit Qfly innerhalb von Sekunden beantworten. Der angehende Reisende gibt dort in einer Suchmaske den Startflughafen, das Budget sowie die Tage für Hin- und Rückflug oder den gewünschten Reisezeitraum an. Qfly sucht ihm anschließend aus einem Bestand von mehr als 65 Millionen Flügen die passenden heraus.

Besonders intuitiv lässt sich Qfly unter dem Menüpunkt „Wohin kann ich?“ bedienen. Ausgehend vom gewählten Startflughafen präsentiert der Dienst die in Frage kommenden Reiseziele und -preise in einer Landkarte. In einer darüber liegenden Maske kann der Benutzer die Reiseparameter verändern. Nach jeder Veränderung aktualisiert Qfly die Auswahl.

www.ct.de/1025202


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