Intel und NTT DoCoMo stellen offene Handyplattform vor

Die neue Spezifikation erlaubt den Betrieb von zwei Systemen und Softwarekonfigurationen auf einem Handy, zwischen denen der Anwender einfach wechseln kann.

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Chipriese Intel und Handyhersteller NTT DoCoMo haben gemeinsam eine neue Handyplattform Open and Secure Terminal Initiative (OSTI) entwickelt, die den Betrieb von zwei verschiedenen Betriebssystemen erlaubt. Dadurch werden Netzbetreiber oder Unternehmen, aber auch Benutzer in die Lage versetzt, das Handy mit einem alternativen Betriebssystem und eigener Software zu individualisieren.

Die am heutigen Mittwoch veröffentlichte Spezifikation sieht zwei unabhängig voneinander arbeitende Bereiche vor. Während der eine das vorinstallierte System und weitere Software enthalte, sei der zweite offen für eigene Programme. Das muss nicht zwingend ein Telefonsystem sein, auch Spiele lassen sich in diesen zweiten Bereich laden. Mittels einer entsprechenden Funktion lässt sich zwischen den beiden Bereichen hin und her wechseln. Telefonfunktionen sind so immer verfügbar, auch wenn im zweiten Bereich gerade ein Ballerspiel läuft. Das soll sogar funktionieren, wenn das System im offenen Bereich abgestürzt ist und der Nutzer zurück ins Standardsystem wechseln will.

Wie genau mit dieser Spezifikation weiter verfahren wird und ob sie in ein Modell implementiert werden soll, sagten die beteiligten Unternehmen nicht. Intel und NTT DoCoMo arbeiten schon seit geraumer Zeit im Bereich der Handyentwicklung zusammen. (vbr)