Weitere DoS-Schwachstelle in Firefox 2.0

Ein Exploit demonstriert den Absturz von Firefox 1.5.0.7 und 2.0 beim Erzeugen bestimmer Objekte. Unterdessen wird auf Bugtraq diskutiert, ob sich über die Lücke auch Code einschleusen lässt.

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Von
  • Daniel Bachfeld

Auf der Sicherheitsmailingliste Bugtraq werden derzeit die Auswirkungen einer neu entdeckten Lücke in Firefox 1.5.0.7 und 2.0 diskutiert. Der anonyme Entdecker der Lücke behauptet zwar, dass sich darüber auch prinzipiell Code über den Browser der Mozilla Foundation in einen Rechner einschleusen lässt, den Beweis ist er allerdings schuldig geblieben. Nach bisherigen Erkenntnissen beruht die neue Schwachstelle auf einer Null Pointer Dereference, also dem Folgen eines nicht initialisierten Zeigers, der ins Leere führt (Thou shalt not follow the Null pointer). In der Folge stürzt die Anwendung beim Erzeugen eines Range Object mit der Funktion createRange ab, was der veröffentlichte Proof-Of-Concept-Exploit auch demonstriert. Dazu genügt es beispielsweise, eine präparierte Webseite aufzurufen.

Analysen weiterer Sicherheitsspezialisten wollen allerdings ergeben haben, dass sich die LĂĽcke auf keinen Fall zum Einschleusen von Code eignet. Nach Meinung des anonymen Entdeckers habe es aber Beispiele in der Vergangenheit gegeben, wonach sich auch Null-Pointer-Dereferenzierungen zum Kompromittieren eines Rechner ausnutzen lieĂźen, so auch bei einer im April dieses Jahres bekannt gewordenen LĂĽcke im Internet Explorer.

Auch Dan Veditz, Leiter der Mozilla Security Group, meldet sich hier zu Wort. Zwar sei das angefĂĽhrte Beispiel richtig, allerdings lieĂź sich der Angriff beim IE so steuern, dass sich der Null-Pointer-Aufruf verhindern lieĂź, um doch Code einzuschleusen. Dies sei aber beim vorliegenden Fehler in Firefox 1.5.0.7 und 2.0 nicht der Fall. Ohnehin sei der Fehler laut Veditz bereits im Code fĂĽr Firefox 3 gefixt. Wann es ein Update fĂĽr 1.5.x und 2.0 geben wird, schreibt er leider nicht.

Siehe dazu auch: (dab)