Toshiba legt zu
Im abgelaufenen Quartal konnte der Elektronikriese Umsatz und Gewinn weiter ausbauen und den Gewinn des ersten Halbjahres damit im Jahresvergleich mehr als verdoppeln.
Der Elektronikkonzern Toshiba hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres Umsatz und Gewinn ausbauen können. Für den Zeitraum von Juli bis September wies das Unternehmen einen Umsatz von 1,7 Billionen Yen (11,3 Milliarden Euro) aus und erzielte damit 34,8 Milliarden Yen (232,9 Millionen Euro) Gewinn. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen 1,6 Billionen Yen (10,7 Milliarden Euro) umgesetzt und unter dem Strich 23,6 Milliarden Yen (157,9 Millionen Euro) behalten. Im ersten Halbjahr konnte Toshiba den Nettogewinn damit von 14,6 Milliarden Yen auf 38,8 Milliarden Yen mehr als verdopppeln.
Ein im wesentlichen den fallenden PC-Preisen zugeschriebener operativer Verlust in der Sparte digitale Produkte konnte durch gute Zahlen in den anderen Geschäftsbereichen ausgeglichen werden. Das Geschäft mit Halbleitern entwickle sich den Erwartungen entsprechend gut. Allerding zeigte sich das Unternehmen von dem rapiden Preisverfall bei NAND-Speicherchips überrascht. Dennoch erhöhte der Konzern die Gewinnerwatung für das Geschäftsjahr um fünf auf 270 Milliarden Yen. Etwaige Kosten für das umfangreiche Austauschprogramm defekter Sony-Akkus hat Toshiba nicht berücksichtigt.
Gleichzeitig gab der Elektronikriese den Verkauf seiner Anteile an der Wafer-Produktion Toshiba Ceramics an ein Investorenkonsortium aus Carlyle Group und Unison Capital bekannt. In einem so genannten Management Buy Out übernimmt die von einer Holding gestützte Unternehmensführung die Aktien von der Konzernmutter. Der Übernahme wird auf 37 Milliarden Yen (247 Millionen Euro) geschätzt. Der Hersteller von Wafern und Geräten für die Chipproduktion erhofft sich von der Unabhängigkeit mehr Entscheidungsfreiheit und bessere Wachstumsmöglichkeiten. (vbr)