Hitachi macht mehr Verlust

Der japanische Elektronikriese hat in der abgelaufenen ersten Hälfte seines Geschäftsjahres den Verlust trotz gestiegener Umsätze drastisch vergrößert.

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Der japanische Elektronikriese Hitachi hat in der abgelaufenen ersten Hälfte seines Geschäftsjahres seinen Verlust trotz gestiegener Umsätze deutlich vergrößert. Bei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut acht Prozent gestiegenen Einnahmen von 4,7 Billionen Yen (31,45 Milliarden Euro) verbuchte das Unternehmen einen Verlust in Höhe von 78,1 Milliarden Yen (522 Millionen Euro). Im ersten Halbjahr des vergangenen Geschäftsjahres hatte Hitachi mit 10,9 Milliarden Yen (72 Millionen Euro) in den roten Zahlen gesteckt. Hitachi erwartet weiterhin einen Jahresverlust von 55 Milliarden Yen. Quartalsergebnisse bezifferte das Unternehmen nicht.

Das schlechte Ergebnis führt das Unternehmen vor allem auf Probleme in der Energietechniksparte sowie schwache Absatzzahlen bei DVD-Recordern und hohe Investitionen in die Vermarktung von LCD-Fernseher zurück. Allein der Energiesektor vezeichnete einen Verlust von 45 Milliarden Yen. Hitachi hatte defekte Turbinenblätter in japanischen Atomkraftwerken auswechseln müssen und einen möglichen Konstruktionsfehler eingestanden. Dem Unternehmen drohen nun Schadensersatzforderungen der Kraftwerksbetreiber, die ihre Meiler teilweise hatten abschalten müssen. (vbr)