USA schicken "weltweit größten Satelliten" ins All

Die United States Air Force hat am Sonntag erfolgreich eine "Delta IV Heavy"-Rakete gestartet, die als Nutzlast einen neuen Satelliten für den lange geheimgehaltenen US-Aufklärungsdienst NRO an Bord hatte.

vorlesen Druckansicht 95 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Peter-Michael Ziegler

Während die US-Raumfähre Discovery nach mehreren abgebrochenen Startversuchen weiterhin im Kennedy Space Center der NASA auf ihre letzte Reise ins All wartet, klappte es am gestrigen Sonntagabend wenige Kilometer südöstlich auf Cape Canaveral besser: Die United States Air Force ließ von ihrem Startgelände in Florida eine "Delta IV Heavy"-Rakete abheben, die als Nutzlast einen neuen Satelliten für den US-Aufklärungsdienst "National Reconnaissance Office" (NRO) an Bord hatte. Bei dem neuen Erdtrabanten mit der Bezeichnung "NROL-32" handelt es sich US-Medien zufolge um den "größten Satelliten", der jemals ins All befördert wurde.

Informationen zu den neuen NRO-Satelliten – zwei weitere Satelliten waren im Januar 2009 und September 2010 in ihre vorgesehenen Erdumlaufbahnen transportiert worden – gibt es so gut wie keine, sie sollen aber offenbar alte Spionage-Satelliten der USA ersetzen, die teilweise schon seit Jahrzehnten im Einsatz sind. Die "Delta IV Heavy" ist die derzeit stärkste Rakete der USA. Die Existenz des Anfang der 1960er-Jahre gegründeten "National Reconnaissance Office" war erst 1992 öffentlich geworden, seine Arbeit im Bereich der satellitengestützten Aufklärung für die Vereinigten Staaten unterliegt weiterhin der Geheimhaltung. (pmz)