Konica Minolta und CSP erweitern Zusammenarbeit bei Print-Management

Seinen Partnern greift Druckerhersteller Konica Minolta mithilfe zweier Software-Pakete von CSP unter die Arme. Mit "convert2print" lassen sich Druckerdaten so konvertieren, dass sie auf jedem Netzwerkdrucker ausgegeben werden können, und mit "print2forms" ist es möglich, Formulare zu erstellen und zentral zu managen. Beide Programme sind ausschließlich über Partner von Konica Minolta erhältlich.

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Von
  • Bernd Reeder

Mit "convert4print" lassen sich Druckerdatenströme von Mainframes in PCL umwandeln und werden so für Drucker, Multifunktionssysteme sowie E-Mail- und Archivierungslösungen nutzbar.

(Bild: CSP)

Mit dem Verkauf von Druckern und den dazu gehörigen Verbrauchsmaterialien wie Toner und Tinte ist schon lange nicht mehr das große Geschäft zu machen. Das haben die Hersteller von Drucksystemen und deren Partner erkannt. Dazu ist der Preiskampf zu hart. Zudem werden sich die Anwender zunehmend darüber bewusst, dass Drucken ein erheblicher Kostenfaktor ist. Nach Einschätzung der Beratungsfirma Gartner entfallen zwischen ein und drei Prozent des gesamten Umsatzes eines Unternehmens auf das Drucken und die damit verbundenen Aufwendungen wie User-Support sowie das Konfigurieren und Warten von Systemen. Das hat zur Folge, dass Anwender mittlerweile von ihren Lieferanten und Systempartnern erwarten, dass diese ihnen Hilfestellung dabei geben, den "Drucker-Zoo" in den Griff zu bekommen.

Konica Minolta bietet deshalb seinen Kunden – direkt oder über Partner – Managed Print Services an. Zuletzt verstärkte sich das Unternehmen in diesem Bereich durch die Übernahme der in Kassel ansässigen Rühlig Document Management GmbH & Co. KG – einem bisherigen Fachhandelspartners des japanischen Herstellers Sharp.

Doch nicht jeder Anwender will sich gleich einen externen Beraterstab ins Haus holen, der die Druckerlandschaft konsolidiert, und für seine Services auch eine Menge Geld kassiert. Deshalb bietet Konica Minolta zusammen mit der hessischen Software-Firma CSP zwei neue Lösungen an, die dem IT-Administrator das Leben beziehungsweise Drucken einfacher machen – "print2form" und "convert4print". "Beide sind ausschließlich über autorisierte Konica-Minolta-Partner erhältlich", sagt Philipp Schröder, Leiter des Bereichs Produktmanagement Solutions bei dem Druckerhersteller. Beide Unternehmen haben bereits in der Vergangenheit mehrfach zusammengearbeitet.

Sowohl "print2form" als auch "convert4print" sind für IT-Umgebungen vorgesehen, in denen Drucksysteme unterschiedlicher Hersteller vorhanden sind. Das dürfte in den meisten Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen an der Tagesordnung sein. Mit "convert4print" lassen sich Datenströme eines Hosts wie IPDS (Intelligent Printer Data Stream) oder Prescribe in die Druckersprache PCL übersetzen. Das ist vor allem für Unternehmen interessant, die Großrechner von IBM einsetzen. Diese Systeme können mithilfe der Software in eine Output-Management-Infrastruktur eingebunden werden. Nach dem Konvertieren werden die Daten beziehungsweise Dokumente laut CSP an jedem Drucker ausgegeben, der PCL verarbeitet. Mit dem Druckdatenstrom lassen sich weitere Systeme und Anwendungen speisen, etwa Multifunktionsgeräte mit integriertem Fax, E-Mail- und Archivierungsprogramme sowie Software, die für das Management von Formularen zuständig ist.

Apropos Formulare: Das ist die Domäne von "print2form". Mit diesem Programm können Nutzer Formulare erstellen und zentral verwalten. Schnittstellen zu anderen Applikationen erlauben es, Daten wie Artikelnummern, Signaturen, Bilder oder bestimmte Schriftarten von einem Server abzurufen und zu einem Formular zusammenzustellen. Die Software wandelt zudem Artikelnummern in Barcodes um. Auf diese Weise lassen sich Rechnungen, Auftragsdokumente oder Etiketten erstellen. Verwaltet werden beide Programme über eine zentrale Konsole. Dies ist allerdings bei derart eng verzahnten Applikationen ein "Muss".

Für Konica-Minolta-Partner sind die beiden Lösungen insofern interessant, als sie damit vor allem mittelständische Unternehmen ansprechen können, die zwar ihr Output-Management verbessern möchten, aber keine Lust haben, auf gemanagte Druck-Services umzusteigen. Allerdings ist Vorsicht geboten: Reseller beziehungsweise Systempartner, die ihren Kunden "print2form" beziehungsweise "convert4print" offerieren, sollten über ein solides Know-how im Bereich Output-Management verfügen. Neue Komponenten in den Dokumenten-Workflow eines Unternehmens zu integrieren, ist erfahrungsgemäß alles andere als trivial. Hier sind Beratungsleistungen gefordert. Doch diese bieten wiederum dem Reseller die Möglichkeit, über Services zusätzlich Geld zu verdienen und zudem Kunden enger an sich zu binden. (map)