HP will mehr ausgeben

Unternehmens-Chef Léo Apotheker will mehr Geld für Forschung und Entwicklung ausgeben und den Stopp bei Gehaltserhöhungen und Bonuszahlungen aufheben.

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  • dpa

Der neue deutsche Chef Léo Apotheker setzt erste Akzente beim weltgrößten PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP). Der frühere SAP-Manager will mehr Geld für Forschung und Entwicklung ausgeben und den Stopp bei Gehaltserhöhungen und Bonuszahlungen aufheben. Damit bricht Apotheker teilweise mit der rigiden Sparpolitik seines geschassten Vorgängers Mark Hurd. Rückenwind geben ihm gute Zahlen aus dem Ende Oktober abgelaufenen vierten Geschäftsquartal.

Apotheker sagte in der Telefonkonferenz nach Vorlage der jüngsten Bilanz seines Unternehmens, es gehe nicht einfach nur darum, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung aufzustocken. HP wolle nicht nur Kunden helfen, deren "Technologie-Silos" niederzureißen, sondern bei der Gelegenheit auch einige im eigenen Haus. Er gehe davon aus, dass die Entwicklungsausgaben weiterhin schneller wachsen werden als der Umsatz. Im abgelaufenen Quartal stiegen sie um 16 Prozent auf 814 Millionen Dollar.

Hurd hatte HP in den vergangenen Jahren mit einer Mischung aus Sparkurs und Ăśbernahmen an die Spitze der PC-Branche gesteuert und wurde als Star-Manager gefeiert. Im Sommer musste er jedoch seinen Hut nehmen, danach kam er in einer Spitzenposition beim HP-Konkurrenten Oracle unter. HP ersetzte ihn ĂĽberraschend durch den deutschen Manager, der Anfang des Jahres die FĂĽhrung bei SAP abgeben musste.

Apotheker wollte in der Telefonkonferenz noch keine ausführlichen Angaben zu seiner Strategie für HP machen. Dafür sei es noch zu früh. Er habe aber bereits einige Bereiche ausgemacht, in den HP "einen besseren Job machen" könne. (anw)