IG Metall: Zukunftslösung für Siemens-Telefonwerke rückt näher

Besonders groß ist die Verunsicherung der Belegschaft des Mobiltelefonwerks in Kamp-Lintfort. Im August will die Gewerkschaft weitere Gespräche mit Siemens und BenQ führen.

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  • dpa

Bei den Gesprächen über die Zukunft der Siemens-Telefonwerke in Kamp-Lintfort und im münsterländischen Bocholt rückt laut IG Metall eine Lösung näher. Die Gespräche seien konstruktiv verlaufen, sagte eine IG-Metall-Sprecherin heute nach einem zweiten Treffen von Unternehmens-und Gewerkschaftsvertretern in München. "Man nähert sich einer Lösung an, die Sicherheit für die Beschäftigten bieten wird." Für die Werke gilt derzeit eine Beschäftigungssicherung bis Mitte 2006. Ein Siemens-Sprecher wollte sich zu den Angaben der Gewerkschaft nicht äußern.

Nach der Übernahme der Siemens-Handysparte durch den taiwanischen Elektronikhersteller BenQ ist besonders im Mobiltelefonwerk Kamp-Lintfort die Verunsicherung groß. In Bocholt (Kreis Borken) werden Schnurlos-Telefone gefertigt. Für beide Werke war im vergangenen Jahr ein Ergänzungstarifvertrag vereinbart worden, mit dem eine Verlagerung von rund 2000 Jobs nach Ungarn abgewendet werden sollte.

Details aus den Verhandlungen mit Siemens wollte die IG-Metall-Sprecherin nicht nennen. "Das würde die Gespräche belasten." Ein nächstes Treffen sei für Anfang August geplant, auch mit BenQ wolle man im August Gespräche führen. Nach der ersten Runde hatte die Gewerkschaft bereits erklärt, Siemens wolle sich auch für die Zeit nach der Trennung von der Handy-Sparte für einen Erhalt der beiden Werke sowie für die Weiterführung der vereinbarten Tarifstandards und die Sicherung der Arbeitsplätze einsetzen. Der Elektrokonzern hatte auf die IG-Metall-Äußerungen zurückhaltend reagiert. (dpa) / (ssu)