Kinowelt durch DVD-Geschäft auf Expansionskurs
Ein starkes DVD-Geschäft verhalfen der Kinowelt, die durch den Einsatz des Kopierschutzes Alpha-DVD einige Aufmerksamkeit erregte, zu satten Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn.
Ein starkes DVD-Geschäft hat der Kinowelt-Gruppe zu einem satten Zuwachs bei Umsatz und Gewinn verholfen. 2005 kletterte der Konzern-Umsatz um rund 41 Prozent auf 78,5 Millionen Euro, teilte Michael Kölmel mit, der Geschäftsführer der Kinowelt GmbH. Der Jahresüberschuss verdreifachte sich nahezu auf 3,6 Millionen Euro. Für 2006 peilt Kinowelt ein Umsatzwachstum um 21 Prozent auf 95 Millionen Euro an.
"Wir wollen den Wachstumskurs beibehalten, allerdings in soliden Schritten, das lehrt uns die Vergangenheit", sagte Kölmel. Derzeit beschäftigt die Kinowelt-Gruppe rund 110 Mitarbeiter. Das Vorgängerunternehmen Kinowelt Medien AG in München hatte 2002 Insolvenz anmelden müssen. Dessen Filmarchiv und Geschäftsanteile ehemaliger Tochtergesellschaften bilden die Basis für das heutige Unternehmen. Im Zusammenhang mit der Insolvenz war der Medienunternehmer wegen Untreue und Insolvenzverschleppung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.
Größter Umsatzbringer der Leipziger Kinowelt war im vergangenen Jahr die DVD-Sparte Home Entertainment mit einem Plus von rund 19 Prozent auf knapp 53 Millionen Euro. Verkauft wurden rund 5 Millionen DVD. Der Kinoverleih weitete seinen Umsatz von 2,7 auf 18,4 Millionen Euro aus. Zum guten Ergebnis trugen Publikumsmagnete wie "Die Reise der Pinguine" oder "Mr.& Mrs. Smith"; Letztere erregte durch den Kopierschutz Alpha-DVD und den damit einhergehenden Nebenfolgen unrühmliche Aufmerksamkeit.
Kinowelt investierte 2005 rund 32,3 Millionen Euro; die Gruppe kaufte aus der Insolvenzmasse der Kirch-Gruppe die Epsilon Motion Pictures, die langfristige Verträge mit großen amerikanischen Hollywood-Produzenten mitbringt. Außerdem wurde die Kirch-Bibliothek mit Rechten an rund 10.000 Filmtiteln und Serien erworben. (dpa) / (jk)