Studie: Langsamer, aber unaufhaltsamer Start von HDTV
Hochauflösendes Fernsehen wird sich nicht sofort, aber auf lange Sicht durchsetzen, meinen die Marktforscher von Screen Digest.
Der angekündigte Durchbruch des hochauflösenden Fernsehens (HDTV) lässt noch auf sich warten, lautet das Fazit einer Studie des Unternehmens Screen Digest. Zwar würden zahlreiche europäische Fernsehsender die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft im HD-Format ausstrahlen, doch nur ein eingeschränkter Kreis von Zuschauern könnte diese Bildqualität tatsächlich empfangen. Den Hauptgrund dafür sehen die Verfasser der Studie in den Verzögerungen und Engpässen bei der Lieferung der H.264/AVC-Decoder-Chips, die für die Empfänger benötigt werden.
Der Studie zufolge ist der Erfolg von HDTV allerdings nicht aufzuhalten: Die Zahl der Haushalte, die über HDTV-taugliche Empfangsgeräte verfügen, soll im Jahr 2010 weltweit auf 174 Millionen steigen. Während in Japan dann vermutlich zwei Drittel aller Haushalte HDTV empfangen werden, prognostizieren die Analysten für die USA 59 Prozent und für Europa gar nur 30 Prozent Haushalte die "HD ready" sind.
Diese Entwicklung werde durch die Erwartungen der Pay-TV-Betreiber vorangetrieben, die sich steigenden Umsatz und mehr Kunden versprechen, stellen die Forscher fest. In Befragungen von Konsumenten sei außerdem festzustellen, dass der Wunsch nach hoher Bildqualität im Fernsehen stärker den je sei: Die Zuschauer sein bereit, für HDTV-fähige Geräte und für entsprechende Programme und Dienstleistungen zu zahlen. (rek)