Intel bringt neue und überarbeitete Werkzeuge für Linux-Entwickler

Eine neue Library bringt Linux die Kommunikation via Message Passing Interface bei. Zwei Updates sollen die Performanceanalyse erleichtern.

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Von
  • Oliver Lau

Intel beglückt Linux-Programmierer mit einer neuen MPI-Bibliothek und zwei aktualisierten Entwicklungswerkzeugen. Die MPI Library 1.0 hält standardisierte Schnittstellen für die Interprozesskommunikation in verteilten Systemen bereit. Das Message Passing Interface (MPI) kommt vornehmlich in Clustern zum Einsatz. Mit Hilfe von Intels MPI-Bibliothek lassen sich nun auch unter Linux MPI-Anwendungen programmieren; das funktioniert derzeit mit Intels C++- und Fortran-Compiler sowie dem GCC ab Version 2.96. Die MPI-2.0-kompatible Library unterstützt die Datenübertragung via TCP/IP-Sockets, Shared Memory sowie Remote Data Memory Access (RDMA) auf Infiniband-Strecken. Als Zielplattform kommen PCs mit Pentium III-, Pentium 4-, Itanium 2- und Xeon-Prozessoren (auch EM64T) in Frage. Die Einzelplatzlizenz soll rund 500 US-Dollar kosten.

Mit den Threading Tools 2.1 richtet sich Intel an Linux-Entwickler, die ihre Anwendungen für SMP- und HyperThreading-Systeme optimieren wollen. Unter Linux ermöglichen die Tools einen Einblick in das Laufzeitverhalten von POSIX-Threads und OpenMP-Applikation, unter Windows in das von OpenMP- und nativen Win32-Threads.

Der Profiler VTune Performance Analyzer 7.2 unterstützt neben Pentium- und Itanium-CPUs nun auch EM64T, die Handheld-Prozessoren PXA 25x/26x/27x und die XScale-Plattform. Neu ist auch die Möglichkeit zum Remote-Profiling von Java-Anwendungen auf Itanium-Rechnern sowie der Laufzeitanalyse Itanium-gestützter .NET-Anwendungen. Für das Threading-Tools-Komplettpaket bestehend aus dem Thread Checker 2.1, dem Thread Profiler 2.1 und VTune 7.2 verlangt Intel rund 1200 US-Dollar. Der VTune Performance Analyzer alleine kostet knapp 700 US-Dollar. (ola)