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www.tvister.de
http://m.tvister.de

Wie man mit einem sauberen, aufgeräumten Layout, dem Einsatz von Ajax und zurückhaltender Werbung ein übersichtliches, gut benutzbares Fernsehprogramm im Web baut, demonstriert tvister. Der Dienst präsentiert in einer Übersicht das Programm von fünf Sendern – und zwar nebeneinander, wie man es vom gedruckten Fernsehprogramm gewohnt ist, nicht untereinander wie bei anderen Online-Diensten. Der gesuchte Zeitraum – Vormittag, Nachmittag, Abend, Nacht – lässt sich schnell ein- oder ausklappen, ohne dass die Seite neu geladen werden müsste. Entsprechend zügig springt tvister zwischen Sendergruppen hin und her.

Wer sich einen kostenlosen Account zulegt, kann sich die Sender auch individuell gruppieren. Zudem können Eingeloggte sich per E-Mail an den Start von Sendungen erinnern lassen und Sendungen bewerten. Auf Basis der Erinnerungen stellt tvister auf Wunsch individuelle Empfehlungen zusammen, die es per E-Mail zusendet. Gut gelungen ist auch die – ohne Account nutzbare – Mobilversion des Dienstes.

http://kursbuch.bahn.de/hafas/kbview.exe

Man kann sich auf der Bahn-Homepage bequem die beste Verbindung von A nach B berechnen lassen. Für echte Enthusiasten ist das aber viel zu simpel: Sie möchten sich selbst durch Kurstabellen, Orts- und das Zugverzeichnisse wühlen. Früher mussten sie dazu in einem ziemlich dicken Wälzer, dem Kursbuch, blättern; mittlerweile steht es auch online bereit.

Zwei interaktive Karten zeigen das Strecken- und Verbundnetz der Bahn. Eine Anleitung veranschaulicht Einsteigern, wie sie sich durch Kurstabellen, Bahnhöfe, Zugnummern und Liniennummern jonglieren. Auch wer seine Reise nicht komplett von Hand zusammensucht, erhält einen Eindruck davon, wie komplex eine Bahnauskunft ist, auch wenn die Homepage sie innerhalb von Sekundenbruchteilen ausspuckt.

http://screenr.com

Mal schnell der in einer anderen Stadt lebenden Erbtante zeigen, wo sie in ihrem Browser die Cookies verwaltet? Dem Facebook-Freund vormachen, wie man mit Google Picasa rote Augen entfernt? Das ist kein Problem mit Screenr. Der Dienst zeichnet dazu Bildschirmfilme auf (auf neudeutsch Screencasts). Ein Klick auf „Record your screencast now“ auf der Homepage startet ein Java-Programm. Der angehende Screencaster muss eine Java-Sicherheitsmeldung bestätigen und mit einem Gitter den aufzuzeichnenden Bildschirmausschnitt festlegen. Ein Klick auf die Aufnahmetaste startet die maximal fünf Minuten lange Aufzeichnung. Hat der Screencaster ein Mikrofon angeschlossen, kann er sein Video betexten.

Screenr ist ganz auf die Nutzung mit Twitter hin angelegt. So verwendet der Dienst den Twitter-Login auch zur eigenen Nutzerverwaltung. Gleich nach der Anfertigung eines Screencasts erwartet der Dienst, dass man die URL des Casts twittert. Spätestens zu diesem Zeitpunkt muss sich der Benutzer bei Twitter einloggen, denn sonst erscheint der Screencast nicht in der Liste „My Screencasts“ – und Screenr rückt die URL nicht heraus. Ist man dagegen eingeloggt, stellt Screenr neben der direkten URL auch den Code für ein Player-Widget bereit, das man zum Beispiel im Blog einbetten kann. Der kostenlose Dienst ist so praktisch, dass es sich allein dafür lohnt, einen – ebenfalls kostenlosen – Twitter-Account anzulegen.

http://webfonts.fonts.com

Helvetica, Univers und Frutiger könnten demnächst häufiger im Web anzutreffen sein: Der Font-Anbieter Linotype bietet Webdesignern die Einbettung vieler seiner Schriftarten an. Zu den mehr als 8000 Fonts, die sich bei Fonts.com Web Fonts auswählen lassen, zählen auch einige der bekanntesten Schriftfamilien überhaupt. Das kostenlose Einstiegsangebot ist auf 25 000 Pageviews pro Monat und 2000 der Fonts beschränkt; Linotype behält sich vor, ab dem nächsten Jahr ein kleines Logo auf einbindenden Seiten anzuzeigen. Werbefrei lassen sich die Schriften für eine monatliche Gebühr einbetten, die bei einer Zugriffsbeschränkung zwischen 250 000 und 2,5 Millionen Aufrufen zwischen 10 und 100 US-Dollar monatlich liegt. (heb)

www.klick-tipps.net/spielen
www.blinde-kuh.de/spiele/links.html

Irgendwann möchten Kinder zum Spielen ins Internet. Zwar gibt es auf etlichen Websites kleine Games – aber nicht alles eignet sich für die Jüngsten. Eine handverlesene Auswahl von acht Spielen, die selbst die kleinen Surfer nicht überfordern, hat Klick-Tipps.net zusammengestellt. Wer den Links folgt, lernt ganz nebenbei eine Reihe von kindgerechten Sites kennen. Und sollte der Nachwuchs mit diesen ersten Spielen „durch“ sein, so finden sich bei der ebenfalls verlinkten Kinder-Suchmaschine Blinde Kuh Verweise zu 1500 weiteren.

http://labs.codecomputerlove.com/flashvshtml5/

Auf den ersten Blick ist das Spiel alles andere als beeindruckend – ein einfaches Pong halt, wie man es schon in etlichen Variationen gesehen hat. Die Besonderheit lässt der Name – Flash Vs HTML5 – allenfalls erahnen: Das Spiel ist in Flash und HTML realisiert worden, und zwar nutzt die linke Seite der Spielfläche Flash, die rechte HTML5.

Die Entwickler der englischen New-Media-Agentur Code Computerlove, die das Spiel entworfen haben, wollen damit zum Ausdruck bringen, dass sie HTML5 und Flash nicht als Konkurrenten sehen, sondern dass es für beide sinnvolle Verwendungszwecke gibt. In einem Artikel, der bis Redaktionsschluss allerdings noch nicht veröffentlicht war, wollen sie erläutern, wie sie das Spiel programmiert haben.

www.ct.de/1026202


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