Telekom Austria ändert Tarife
Neben einer Senkung der Tarife für Verbindungen zu österreichischen Mobiltelefonen kommt es beispielsweise zu einer Verlängerung der Abrechnungstakte.
Die Telekom Austria nimmt zahlreiche Änderungen an ihren Festnetztarifen vor. Neben einer Senkung der Tarife für Verbindungen zu österreichischen Mobiltelefonen kommt es zu einer Verlängerung der Abrechnungstakte. Für Kunden im Tarif TikTak Privat ergibt sich aus dieser Preiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht zum 1. Juli. Sie können trotz Vertragsbindung ihren Anschluss kündigen oder in den Standardtarif wechseln.
Am 1. November 2005 und noch einmal zum 1. Januar 2006 wurden die zwischen den Netzbetreibern anfallenden Zusammenschaltungsentgelte für Verbindungen zu Mobiltelefonen gesenkt. Telekom Austria darf bei den Endkundentarifen maximal 7,27 Cent pro Minute auf die Zusammenschaltungsentgelte aufschlagen. Daher kommt es zum 1. April zu einer Senkung der Tarife von bis zu 17 Prozent. Dabei tarifiert Telekom Austria nach der Vorwahl und nicht nach dem tatsächlich gerufenen Netz. Wird beispielsweise eine von T-Mobile (0676) zu One portierte Handynummer angerufen, gilt weiterhin das 0676-Entgelt.
Zum 1. Juli wird der meistgenutzte Tarif TikTak Privat auf eine 60/30-Taktung umgestellt. Dies bedeutet, dass alle Verbindungen bis zu 60 Sekunden auf eine volle Minute aufgerundet werden. Danach wird im 30-Sekunden-Takt abgerechnet. Vom ursprünglichen 30/1-Takt mit sekundengenauer Abrechnung ab der 31. Sekunde hat sich der TikTak-Tarif damit deutlich entfernt. Auch beim größten Festnetzkonkurrenten Tele2UTA müssen seit 1. März alle UTA-Privatkunden die erste Minute voll zahlen (60/1 statt 1/1). Ebenso wurden die Abrechnungseinheiten der meisten Mobilfunktarife in den letzten Monaten auf 60/30 verschlechtert. Privatkunden können nur mehr in den tele.ring-Tarifen mit Grundgebühr neue Mobilfunkverträge mit 30/30-Taktung abschließen.
Je nach Verbindungsziel und Gesprächsdauer kann für Telekom-Kunden nun die Impulsabrechnung im nach wie vor verfügbaren Standardtarif günstiger sein. Neben den TikTak-Privat-Nutzern haben auch Privatkunden mit ISDN-Basisanschluss oder ISDN-Multianschluss ein Sonderkündigungsrecht, da sich deren Grundgebühren um 2,9 Prozent erhöhen.
Nicht weiter angeboten werden die Tarife TikTak Office und TikTak Business, für Bestandskunden ändert sich jedoch nichts. Für Neukunden heißen die Nachfolgetarife TikTak Business Plus (30/30-Takt) und TikTak Business Top (sekundengenau Abrechnung). Es gilt eine Bindungsfrist von zwölf Monaten, die sich danach automatisch um jeweils weitere sechs Monate verlängert. Werden diese Tarife an einem ISDN Basisanschluss genutzt, ist die Grundgebühr um mehr als ein Viertel niedriger als in den Vorgängertarifen.
In den Tarifen Standard, Geschäftstarif 1 und Geschäftstarif 2 wird die Regionalzone aufgelassen, entsprechende Verbindungen werden hinkünftig zum günstigeren Lokalzonentarif vergebührt. Außerdem gibt es neue Bonuspakete für Businesskunden. Damit erwirbt man monatliche Minutenkontingente für Festnetz- und/oder Mobilverbindungen. Neue Bonuspakete für Privatkunden sollen am 1. Juli vorgestellt werden. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)