Unaxis schließt Börsengang für Halbleitersparte nicht aus
Der Schweizer Technologiekonzern Unaxis schließt für seine Halbleitersparte nach den abgebrochenen Verkaufsbemühungen vermutlich schon 2006 einen Börsengang nicht aus.
Der Schweizer Technologiekonzern Unaxis schließt für seine Halbleitersparte nach den abgebrochenen Verkaufsbemühungen vermutlich schon 2006 einen Börsengang nicht aus. Es habe keinen Sinn, die Sparte im Tiefpunkt des Halbleiterzyklus zu veräußern, sagte Verwaltungsratspräsident Mirko Kovats in einem Interview mit der Schweizer Wirtschaftszeitung Finanz und Wirtschaft vom Samstag. "Vielmehr macht es Sinn, die Belebung des Geschäfts abzuwarten und über einen Börsengang dieses Bereichs nachzudenken", sagte der österreichische Industrielle. Unaxis war Ende Juni von der österreichischen Victory Industriebeteiligung AG Kovats mehrheitlich übernommen worden.
Der Ausblick für nächstes und übernächstes Jahr gebe, "vorsichtig ausgedrückt", zu Optimismus Anlass, sagte der Verwaltungsratspräsident. Das zyklische Halbleitergeschäft solle vom restlichen Teil des Konzerns getrennt werden: "Wir wollen damit verhindern, dass die Zyklen einer kleinen Sparte das ganze Unternehmen beeinflussen."
Noch am Mittwoch hatte Unaxis, das frühere Rüstungsunternehmen Oerlikon-Bührle, mitgeteilt, das verlustreiche Halbleitergeschäft werde ungeachtet der vorliegenden Kaufangebote im Konzern belassen. Das Halbleitergeschäft hatte im vergangenen Geschäftsjahr bei einem Umsatz von 568 Millionen Franken (366 Mio Euro) einen immens hohen Betriebsverlust von 468 Millionen Franken verbucht. (dpa) (bo)