Mobilfunker wollen keine Datenschleudern werden
Internet-Technik im Mobilfunk birgt die Gefahr, dass die Provider zu bloßen Daten-Beförderern degradiert werden -- mit technischen Tricks sichern sie sich dagegen ab.
Mit GPRS und noch stärker mit UMTS hält das Internet Einzug in den Mobilfunk. Doch während Daten-Dienste zusätzliche Einnahmen bringen sollen, bergen sie zugleich die Gefahr, dass die Mobilfunker zu bloßen Daten-Beförderern degradiert werden: Kunden könnten mobile Internet-Verbindungen dazu nutzen, die Dienste anderer Anbieter in Anspruch zu nehmen. Viele Provider treffen deshalb technische Vorkehrungen, die das verhindern sollen, berichtet Technology Review aktuell.
Nach Angaben von Bareld Meijering von Nokia haben bereits 30 Betreiber in Europa Nokia-Technik installiert, die ihnen den genauen Blick auf den Datenverkehr in ihren Netzen ermöglicht; in Deutschland gehört E-Plus zu diesen Kunden. Im Rahmen des Systems "intelligent content delivery" können sie etwa feststellen, welche Art von Protokoll eingesetzt wird und ob ein Nutzer Daten von eigenen, Partner- oder fremden Servern abruft. So lässt sich zum Beispiel mobiles Telefonieren über das Internet teurer abrechnen als bloßes Surfen -- und notfalls ganz verhindern.
Siehe dazu in Technology Review aktuell: (sma)