Open-Source-Softwarestacks von IBM [Update]

Der Webserver-Stack von IBM soll kleinen und mittelständischen Unternehmen Open Source näher bringen.

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Im Rahmen der gerade in Boston stattfindenden Linux World Expo stellt IBM einen eigenen integrierten Webserver-Stack vor. Big Blue möchte mit seinem Integrated Stack for Linux kleineren und mittleren Unternehmenskunden den Umstieg auf Linux und Open Source schmackhaft machen. Das Alles-aus-einer-Hand-Konzept richtet sich an Firmen, denen die Integration einzelner Open-Source-Projekte zu aufwändig ist.

Die Hardware-Grundlage des Bündels bildet IBMs eigener xSeries-Server. Als Betriebssystem kommt Novells Suse Linux Enterprise Server 9 zum Einsatz. Weitere Komponenten sind der freie Webserver Apache, der Applikationsserver IBM WebSphere in der Community Edition (CE) und die Datenbank DB2 Express-C. Auch hier steht das "C" für Community. Bei dem Applikationsserver handelt es sich um einen freien J2EE-Server auf Basis von Apache Geronimo. DB2 Express-C läuft auf 32- und 64-Bit-Systemen mit maximal zwei CPUs und 4 GByte Arbeitsspeicher. Als Bindeglied der verschiedenen Komponenten setzt IBM auf die Skriptsprache PHP.

Partnern und Kunden stellt IBM zudem die Integrated Stack for Linux Discovery DVD zur Verfügung. Die DVD enthält den VMWare Player mit einer virtuellen Maschine, in der der komplette Stack abläuft. Diese Lösung eigne sich, so IBM, insbesondere für Demo- und Proof-of-Concept-Zwecke. Für Entwickler und wissenschaftliche Communities gibt es das IBM Open Computing Development Environment. Das Angebot umfasst neben dem schon erwähnten Applikationsserver WAS CE und der Datenbank DB2 Express-C auch die Entwicklungsumgebung Eclipse. Update]

Der Linux-Stack passt gut in das stetig wachsende Angebot an integrierten Lösungen, mit denen Unternehmen im Open-Source-Markt Kunden mit wenig EDV-Ressourcen aufeinander abgestimmte freie Software-Stacks schnüren. Mehr dazu in einem Artikel auf heise open: Zertifizierung als Geschäftsmodell. (akl)