US-Carrier Verizon trennt sich vom Lateinamerika-Geschäft

Der Carrier verkauft seine Beteiligungen in der Dominikanischen Republik, Puerto Rico und Venezuela, die zusammen rund 15 Millionen Festnetz- und Mobilfunkkunden haben, an die mexikanische America Movil.

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

Der US-Telecomkonzern Verizon trennt sich von seinen Beteiligungen an Telcos in der Dominikanischen Republik, Puerto Rico und Venezuela. Die Firmen haben zusammengenommen rund 15 Millionen Kunden in den Bereichen Festnetz, Internet und Mobilfunk und beschäftigen rund 17.000 Mitarbeiter. Aufkäufer ist in allen Fällen der mexikanische Telecomkonzern America Movil, die breits in zahlreichen südamerikanischen Märkten und in den USA vertreten ist. Außerdem verkauft Verizon seinen 28-Prozent-Anteil an der venezolanischen CANTV (Compañia Anonima Nacional Telefonos de Venezuela) an ein Gemeinschaftsunternehmen aus America Movil und der Telmex (Telefonos de Mexico). Den Gesamtwert der einzelnen Transaktionen gibt Verizon mit 3,7 Milliarden US-Dollar an.

Verizon-Chef Ivan Seidenberg zufolge haben die lateinamerikanischen Beteiligungen bislang solide Ergebnisbeiträge geliefert, tragen aber nur zu einem geringen Teil zum Konzernumsatz bei und gehören nicht zum Kerngeschäft. Verizon hat im Januar die Übernahme des Mitbewerbers MCI im Januar abgeschlossen und kommt nun auf einen Umsatz von rund 90 Milliarden Dollar und rund 250.000 Beschäftigte. Allein die Mobilfunktochter Verizon Wireless, zusammen mit Vodafone betrieben, hat fast 50 Millionen Kunden in Nordamerika. (ssu)