Studie: Instant Messenger häufig zum Klönen während der Arbeit genutzt

Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Meta Group sind Instant Messenger im Arbeitsbereich stark vertreten, werden von den Nutzern aber häufig für die private Kommunikation genutzt.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Instant Messenger (IM) sind im Arbeitsbereich stark vertreten, werden von den Nutzern aber häufig für die private Kommunikation genutzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Meta Group, die auf Befragungen von Mitarbeitern in 300 Unternehmen weltweit basiert. Demnach nutzen 57 Prozent der Befragten Instant-Messaging-Tools während der Arbeit zum Klönen mit Bekannten und Freunden -- was viele Unternehmen bewogen habe, den Gebrauch von Echtzeit-Kommunikations-Tools zu reglementieren.

So hätten 16 Prozent der befragten Unternehmen inzwischen die Nutzung von Instant Messengern generell untersagt. Meta Group ermittelte zudem, dass Unternehmen die Nutzung von Instant Messengern deutlich stärker reglementieren als die Nutzung von E-Mail-Clients: Während 68 Prozent zumindest teilweise eine private E-Mail-Nutzung zulassen, sei dies bei Messengern nur bei 44 Prozent der Unternehmen der Fall. Lediglich 35 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, ihren Mitarbeitern keinerlei Beschränkungen bei der Nutzung von Instant Messengern aufzuerlegen.

Meta-Group-Analyst Ted Tzirimis geht davon aus, dass die Zahl der Messenger-Accounts im Arbeitsumfeld in den kommenden Jahren dennoch stark zunehmen wird: "Unternehmen beginnen langsam die Vorzüge von IM zu entdecken, etwa dass Ansprechpartner sofort erreichbar sind." Als Folge würden künftig aber ähnlich wie beim E-Mail-Verkehr verstärkt Überwachungsmaßnahmen ergriffen -- was nach Ansicht der Meta Group auch nötig ist. "Viele Anwender nutzen IM zur Dateiübermittlung und gehen damit große Sicherheitsrisiken ein. Wir empfehlen den Unternehmen deshalb aber nicht, Instant Messenger aus dem Arbeitsumfeld zu verbannen, sondern raten ihnen, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen", resümiert Tzirimis. (pmz)