Nintendo profitiert von schwachem Yen
Für das abgelaufene Geschäftsjahr rechnen die Japaner nun mit einem Nettogewinn von 669 Millionen Euro anstelle der zunächst vorhergesagten 528 Millionen Euro. Außerdem profitiert das Unternehmen von der starken Nachfrage nach DS-Konsolen.
Für sein am 31. März abgelaufenes Geschäftsjahr erwartet der japanische Spiele- und Konsolenhersteller Nintendo einen Nettogewinn von 95 Milliarden Yen (669 Millionen Euro) anstelle der zunächst vorhergesagten 75 Milliarden Yen (528 Millionen Euro). Grund sind Wechselkursgewinne der Japaner angesichts des Umstandes, dass der Yen gegenüber US-Dollar und Euro schwächer notierte, als von Nintendo zunächst angenommen. Das Umsatzziel für das abgelaufene Geschäftsjahr liege, wie erwartet, bei 500 Milliarden Yen (3,5 Milliarden Euro). Statt wie geplant 140 Yen will das Unternehmen nun eine Dividende von 370 Yen für das Geschäftsjahr zahlen. Die endgültigen Bilanzzahlen für das Geschäftsjahr 2005/2006 gibt Nintendo am 25. Mai bekannt.
Das Unternehmen profitierte außerdem von der starken Nachfrage nach der mobilen Zweischirmkonsole Nintendo DS. Seit der Einführung im Dezember 2004 hat Nintendo nach Angaben der Finanzagentur Bloomberg allein in Japan sechs Millionen Geräte verkauft. Bis Ende des Jahres sollen zehn Millionen Stück abgesetzt werden. Anfang März hatte Nintendo die DS Lite in den Handel gebracht – und die Kunden standen Schlange. Im Juni will Nintendo einen Opera-Browser für Nintendo DS auf den Markt bringen. (ssu)