Stellenabbau bei DeTeWe

Der angeschlagene Berliner Hersteller von Telekommunikations- und IT-Anlagen wird in drei eigenständige Kapitalgesellschaften aufgegliedert. Durch die neue Struktur werde weniger Personal benötigt.

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  • dpa

Der angeschlagene Berliner Hersteller von Telekommunikations- und IT-Anlagen DeTeWe wird in drei eigenständige Kapitalgesellschaften aufgegliedert. Einem entsprechenden Konzept des Vorstands stimmten die Gesellschafter zu, wie das zur Mannheimer Röchling-Gruppe gehörende Unternehmen mitteilte. Die neue Struktur benötige "deutlich weniger Personal" und sei den gegenwärtigen Marktbedingungen angepasst. Zahlen wurden nicht genannt. Die IG Metall befürchtet den Abbau von mehr als 500 Arbeitsplätzen, allein in Berlin sollen 300 Stellen in Gefahr sein.

"Wir fürchten den Ausverkauf und Kahlschlag des Unternehmens und kündigen Widerstand an", sagte ein Gewerkschaftssprecher. Das Unternehmen begründete das neue Konzept mit einer anhaltend schwachen Nachfrage. Eine zusätzliche Belastung sei der Einbruch auf dem deutschen ISDN-Markt. Derzeit würde über einen Interessenausgleich verhandelt. Die Gespräche sollten in der kommenden Woche fortgesetzt werden, teilte das Unternehmen mit. Zum Inhalt sei bis zu deren Abschluss Stillschweigen vereinbart worden, hieß es.

Bundesweit zählt DeTeWe derzeit 1319 Beschäftigte, in Berlin sind es 603 Mitarbeiter, davon 512 im Stammwerk in Kreuzberg. Bereits in den vergangenen Jahren hatte DeTeWe wegen der anhaltenden Branchenflaute massiv Personal abbauen müssen. 2002 beschäftigte das Unternehmen noch mehr als 2000 Menschen. Die DeTeWe AG & Co.KG gehört nach eigenen Angaben zu den in Europa führenden Herstellern von Kommunikationsanlagen und Netzwerkslösungen. (dpa) / (anw)