Acrobat 7 erfreut BĂĽrokraten

Automatisierter Formularentwurf und Dokumentenkonversion erleichtern Routineaufgaben im BĂĽro.

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Von
  • Erich Bonnert
Gegen Ende des Jahres soll die neue Ausgabe des Dokumenteneditors Acrobat von Adobe erscheinen. Entgegen früherer Versprechungen ist die Software allerdings noch immer nicht auf Linux-Rechnern einsetzbar. Adobe bleibt bei den Versionen für Windows und Macintosh, will aber "andere Plattformen im Auge behalten". Dies könnte sich für den kalifornischen Softwarehersteller lohnen, ist doch der öffentliche Sektor einer der wichtigsten Märkte für Acrobat -- und gerade dort gewinnt Linux immer mehr an Boden.
Mit dem Release 7.0 umfasst die Acrobat-Familie wiederum vier separate Programme: Professional, Standard, Elements und den kostenlosen Reader. Der Professional-Ausgabe hat Adobe den neuen XML-Formulardesigner LiveCycle Designer beigelegt, welcher anders als Acrobat PDF-Formulare vom leeren Blatt weg erstellen kann. Vorgefertigte Elemente wie Kästen, Spalten und Tabellen erleichtern den Entwurf und die Ausgestaltung. Dokumente, die in Microsoft-Office-Anwendungen oder mit Internet Explorer erstellt wurden, lassen sich per Mausklick in PDF-Dateien zur Weitergabe auf anderen Plattformen umwandeln.
Dasselbe gilt für E-Mails und E-Mail-Ordner aus Outlook und Datenbankreports aus Access. Die gleiche Konversionsfunktion steht auch Anwendern der CAD-Programme AutoCAD und Microsoft Visio zur Verfügung. Außerdem werden auch gescannte Dokumente, die per OCR-Software erkannt wurden, automatisch in PDF-Files umgewandelt. Alle mit Acrobat Professional 7.0 erstellten Dokumente können vom Empfänger editiert, kommentiert und weitergeleitet werden. Dazu kann der Urheber entsprechende Rechte an die Empfänger vergeben und die Verschlüsselung seiner Dokumente einstellen. Alle zurückkommenden Korrekturen und Kommentare lassen sich beim Eigentümer des Dokuments per Mausklick zusammenführen und abgleichen. Im Zusammenspiel mit einem separaten LiveCycle Policy Server lassen sich zuvor vereinbarte Sicherheitsmechanismen und Zugriffsvereinbarungen per Knopfdruck auf jedes PDF-Dokument übernehmen.
Alles dies ist auch in der Acrobat Standard-Software möglich -- die Dateikonversion gilt allerdings nur für Office- und IE-Dokumente, nicht für CAD-Anwendungen. Mit dem Adobe Reader 7.0 können wie gewohnt PDF-Files betrachtet und gedruckt werden. Dabei bleiben alle Original-Eigenschaften wie Schriften und Farben erhalten. Reader-Anwender können mit Acrobat Professional oder Standard erstellte Dateien bearbeiten und kommentieren, falls dies der Ersteller zulässt. Zudem können PDF-Formulare elektronisch ausgefüllt werden.
Acrobat Professional 7.0 soll 429 Dollar kosten, das Standard-Programm ist für 299 Dollar zu haben. Adobe betont, dass die Preise damit im Vergleich zum Release 6.0 gleich geblieben sind. Upgrade-Programme von älteren Versionen ab 4.0 gibt es für 159 Dollar auf Professional und für 99 Dollar auf Standard. (Erich Bonnert) /