LPI demnächst mit Zusatzzertifizierung für Ubuntu [Update]
Zusammenarbeit zwischen dem LPI und Linux-Distributor Ubuntu mündet in Ubuntu-Zertifizierung.
Das Linux Professional Institute (LPI) und Canonical Ltd., das Unternehmen hinter Ubuntu Linux, wollen noch in diesem Frühjahr mit dem Ubuntu Certified Professional eine distributionsspezifische Zusatzqualifikation für Linux-Spezialisten anbieten. Das LPI ist eine weltweit operierende Organisation für herstellerunabhängige Linux-Zertifizierungen. Im deutschsprachigen Raum unterstützt und koordiniert der LPI e. V. German die Aktivitäten des LPI.
Die neue Ubuntu-Prüfung soll ausdrücklich kein Bestandteil der allgemeinen LPI-Zertifizierung sein, sondern lediglich als zusätzliche Qualifizierung auf dem bestehenden Junior Level Administration (LPIC-1) aufbauen. Das LPI stellt dabei dem Linux-Distributor seine Infrastuktur und die Dienstleistung der Prüfungsentwicklung zur Verfügung. Von der Zusammenarbeit mit Ubuntu verspricht sich das LPI Synergie-Effekte. Die Organisation erwartet, dass sowohl das eigene LPIC-1-Programm als auch die neue zusätzliche distributionsspezifische Zertifizierung in Zukunft einen stärkeren Zuspruch haben werden. Damit könne dann in der Summe die weltweite Akzeptanz des LPI-Zertifizierungsprogramms weiter verbessert werden, so Klaus Behrla, Pressesprecher des LPI e. V. German. Das LPI erklärte sich offen für ähnliche Kooperationen mit anderen Linux-Distributoren. Die neue Prüfung wird ab Juni weltweit, und damit auch in Deutschland, über die Anbieter Thomson Prometric and Pearson VUE in der englischen Version zur Verfügung stehen.
Der LPI e.V. ist auf dem kommenden LinuxTag 2006 in Wiesbaden mit einem Stand und einem Zertifizierungsangebot vertreten. (akl)