Audio-Alles-Streamer Airfoil in neuer Version 4

Die vierte Generation der flexiblen Audio-Streaming-Anwendung für den Mac unterstützt nun auch Web-Videos und enthält weitere erfreuliche Verbesserungen.

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Die Softwarefirma Rogue Amoeba veröffentlichte Version 4 der Mac-Fassung ihrer vielseitigen Audio-Streaming-Lösung Airfoil. Zu den Neuerungen zählt, dass die auf anderen Rechnern laufenden Airfoil Speakers nun eigenständig Audiostreams starten und diese rudimentär fernsteuern können, um zum nächsten oder vorhergehenden Titel zu springen oder die Wiedergabe zu pausieren. Diese Fernsteuerung ist derzeit nur in Kombination mit bestimmten Quell-Anwendungen möglich, darunter iTunes, VLC und QuickTime.

Airfoil streamt Audio-Inhalte simultan sowohl an andere Rechner (Mac OS X, Windows, Linux) als auch an iPhone, iPod touch und iPad, an AirPort-Express-Stationen sowie beide Apple-TV-Generationen. Zu AirPlay-fähiger Hardware von Drittherstellern vermag die Software ebenfalls zu streamen. Airfoil kann die Quelle, die den Audiostream liefert, frei wählen und bleibt damit nicht auf die iTunes-Bibliothek begrenzt.

Der neue Airfoil Video Player mit UnterstĂĽtzung fĂĽr Web-Videos

Neben den Airfoil Speakers überarbeitete Rogue Amobea in Version 4 auch den Airfoil Video Player weitreichend – dieser vermag die Tonspur eines Videos synchron zu streamen. Der Player überträgt beispielsweise die Audiospur eines am Mac abgespielten Videos oder einer DVD an mehrere iPhones (Airfoil Speakers Touch vorausgesetzt) und stattet damit sämtliche Zuschauer gewissermaßen mit "drahtlosen" Kopfhörern aus.

Version 4 des Airfoil Video Players besitzt einen integrierten Browser und unterstützt damit das Abspielen und synchrone Audio-Streamen von Web-Videos beispielsweise der Videoplattformen YouTube und Vimeo. In den USA ist außerdem die Anbindung an hulu und Netflix gegeben. Bei bestimmtem HD-Material (ab 720p) selbst lokal vorliegender Dateien gerät der integrierte Player allerdings weiterhin ins Stottern und vermag diese auf einem 27"-iMac nicht im Vollbild abzuspielen – hier hilft nur der Rückgriff auf den VLC media player, dessen Audiospur manuell an die streamingbedingte Verzögerung anzupassen ist.

Airfoil 4 wartet außerdem mit einer überarbeiteten Oberfläche auf und überträgt nun auch Metadaten wie Albencover oder Titelinformationen an ein Apple TV sowie die Airfoil Speakers. Die Anwendung setzt in Version 4 Mac OS X 10.6 Snow Leopard voraus und kostet 25 US-Dollar. Airfoil-3-Nutzer, die die Software nach dem 1. November erwarben, erhalten das Update kostenlos – alle anderen können für 10 Dollar (9,25 Euro inklusive Mehrwertsteuer) auf Version 4 aktualisieren. Es gibt auch eine Windows-Version, diese verharrt derzeit aber bei Version 2.8.1. Airfoil lässt sich für jeweils 10 Minuten testen, dann wird der Audiostream mit Rauschen überdeckt.

Siehe dazu auch:

(lbe)