Rund 23 Millionen Deutsche nutzen das Internet nicht

D21-Vorstand Barbara Schwarze erkennt in den Zahlen einer Sonderauswertung des "(N)onliner-Atlas" die klassischen Merkmale der digitalen Spaltung.

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In Deutschland gibt es derzeit rund 23 Millionen Menschen, die das Internet nicht nutzen. Das geht aus der Sonderauswertung Offliner in Deutschland aus dem "(N)onliner-Atlas 2006" von TNS Infratest hervor. Darin zeige sich auch, dass die Nutzung des Internets vor allem eine Frage des Alters ist: Das Durchschnittsalter der so genannten Offliner ist mit 61,3 Jahren deutlich höher als das der Gesamtbevölkerung. Insgesamt sind 78 Prozent der "Offliner" älter als 50 Jahre. Erst kürzlich hatte eine Studie des Marktforschungsinstituts Academic Data ergeben, dass ein Drittel der Deutschen das Internet nicht nutzen kann.

"Die klassischen Merkmale der digitalen Spaltung sind nach wie vor von Bedeutung", kommentiert D21-Vorstand Barbara Schwarze laut TNS Infratest die Zahlen. Der Offliner-Anteil in der deutschen Bevölkerung habe sich seit 2001 insgesamt um 17 Prozentpunkte verringert, doch noch immer nutzten 23 Millionen Menschen das Internet nicht. Auch der Abstand in den einzelnen Merkmalsgruppen – also zwischen "jung und alt" oder "Mann und Frau" – habe nur geringfügig abgenommen. Wenn einzelne Merkmale miteinander kombiniert würden, wie zum Beispiel "ältere", "nicht berufstätige Frauen" mit "geringem Haushaltsnettoeinkommen" und "Volksschulabschluss", komme man in diesem Bevölkerungssegment auf 91,1 Prozent Offliner-Anteil. Das seien 4,3 Millionen Menschen und entspreche 6,6 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren. (anw)