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Virtueller Zufallstrip
Die Weihnachtsferien sind zwar gerade erst rum – Sie sind aber immer noch urlaubsreif? Machen Sie doch einen kurzen Zufallstrip mit Google Street View! Wann immer Sie auf MapCrunch die Taste „Go“ klicken, teleportiert Sie der Dienst an einen zufällig gewählten, neuen Ort. Weltweit kann es Sie irgendwohin verschlagen, auf einen Feldweg in Neuseeland, auf eine Seitenstraße in Prag oder in eine Vorortsiedlung in Lissabon. Wer möchte, kann die virtuelle Reise auch auf bestimmte Länder und urbane Regionen beschränken und als Diashow automatisieren.
Facebook-Nachrichten
http://twittertim.es
www.postpost.com
Wenn Surfer wissen wollen, welche Nachrichten im Moment wichtig sind, orientieren sie sich außer bei allgemeinen News-Sites immer mehr in ihrem sozialen Umfeld – Twitter und Facebook machen es möglich. Für den Mikroblogdienst Twitter gibt es mit Twitter Times bereits seit Längerem einen Dienst, der die im persönlichen sozialen Netzwerk verbreiteten News übersichtlich aufbereitet. PostPost erledigt das jetzt auch für Facebook. Nachdem das Facebook-Mitglied dem Dienst mit seinen Accountdaten Zugriff auf die Pinnwand gewährt hat, bereitet der die von Freunden dort hinterlassenen Inhalte übersichtlich in einem zeitungsartigen Layout auf.
Lehrfilme
Die Macher der Website Free Documentaries richten sich in erster Linie an ein amerikanisches Publikum, da sie in den dortigen Medien viele Meinungen unterrepräsentiert sehen. Nichtsdestotrotz lohnt ein Besuch auch aus hiesiger Sicht, denn die Site hält weit über 100 englischsprachige Dokumentarfilme zu vielen Themen aus Politik und Wirtschaft als Videostream vor. Darunter finden sich auch bekannte Titel wie „Supersize Me“, das den Bulettenbräter McDonald’s aufs Korn nimmt, und Michael Moores „Sicko“, eine Abrechnung mit dem amerikanischen Gesundheitssystem. Die Urheber stellen ihr Material dabei frei zur Verfügung.
Bookmarks fĂĽrs Einfachhandy
Bei allem Run auf Smartphones: Derzeit dürfte es immer noch wesentlich mehr einfache Handys geben, mit kleinem Display, ohne Touchbedienung und einem Browser, der normale Webseiten nicht darstellen kann. Auch mit diesen will man mal ab und zu unterwegs eine Information abrufen. Gut, wenn man dann die Bookmarks der abgespeckten Präsenzen seiner Lieblingssites gespeichert hat – oder zumindest die von Handy-Bookmarks. Die Site präsentiert eine Liste von 222 wichtigen mobilen Sites. Wer sich in einer Region mit schwachem Empfang aufhält, kann auch die Schnellreferenz mit den 50 besten Seiten aufrufen.
Meereszustandsbericht
Zweimonatlich erscheint das Magazin mare mit Reportagen aus aller Welt, die sich in irgendeiner Weise um Meere drehen. Mit ihrem World Ocean Report wollen die mare-Macher gemeinsam mit Wissenschaftlern über den Zustand der Meere aufklären und die Belange der Ozeane ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Dabei wurden die wissenschaftlichen Erkennnisse journalistisch aufbereitet, sodass auch Otto Normalinteressierter nicht abgehängt wird. Die Homepage präsentiert die Ergebnisse der Studie. Dort lässt sie sich auch kostenlos als PDF-Datei herunterladen oder auf Papier bestellen.
Gut investiert
http://finanzen.yahoo.de
http://finance.yahoo.com
http://finviz.com
Mit dem (vermeintlichen) Ende der Wirtschaftskrise steigt auch wieder die Anziehungskraft der Aktienmärkte auf potenzielle Anleger. Privatinvestoren, die nicht einen Großteil ihrer Freizeit mit dem volatilen – und aufregenden – Hin und Her der Börse verbringen wollen, halten sich da lieber an Warren Buffet und seinen ruhigen, auf inneren Werte konzentrierten Anlagestil. Kostenlose Seiten wie finanzen.yahoo.de und finance.yahoo.com für die deutschen respektive die US-amerikanischen Märkte stellen ihnen dazu nicht nur aktuelle Wirtschaftsnachrichten und viele wichtige Kennzahlen wie Kurs-Gewinn-Verhältnis oder Cash-Flow zur Verfügung, sondern auch Charts und Indikatoren für eher technisch orientierte Analysen.
Einen Schritt weiter geht finviz.com: Das Portal versorgt den Anleger mit konkreten Chart-Signalen für Einzelwerte. So erkennt es etwa den Doppelboden, ein recht verlässliches Umkehrsignal. Der Screener hilft, die Spreu nach den eigenen Kriterien vom Weizen zu trennen und den nächsten Outperformer aufzuspüren. Innovativ ist außerdem die sogenannte Heatmap, die auf einen Blick die Lage des S&P zeigt: Die im Index enthaltenen Firmen werden in dieser Darstellung in Blöcken repräsentiert, die in ihrer Größe der Marktkapitalisierung entsprechen. Grün steht dabei für den besten aller Fälle, nämlich steigende Aktienkurse – so einfach kann Börse sein. (Tobias Engler/jo)
Fluchthelfer
Es nervt – nicht nur – im Web 2.0: Während das Anmelden bei einem Dienst ratzfatz geht, fängt das Löschen eines Kontos mit der Suche nach der entsprechenden Funktion an und endet erst nach Überwinden etlicher Hürden. Bei Facebook, Twitter, Myspace und LinkedIn verhilft die niederländische Web 2.0 Suicide Machine zum schnellen Ausstieg. Sie erfragt die notwendigen Daten und erledigt die Kontoschließung dann skriptgesteuert.
Facebook findet das gar nicht witzig und ist gegen den Dienst schon juristisch vorgegangen. Viele Web-2.0-Aussteiger schlieĂźen ihre Konten aus GrĂĽnden des Datenschutzes. Dazu passend informiert der Fluchthilfedienst und empfiehlt etwa Passwort-Recyclern, ihr Passwort beim Social Network durch einen Dummy zu ersetzen und nur diesen an die Suicide Machine zu ĂĽbergeben. (ad)
Die Websites aus c't 01/2011