Vodafone D2 holt gegen MarktfĂĽhrer T-Mobile auf

In Deutschland telefonierten Ende September 26,1 Millionen Kunden über Vodafone, während es bei T-Mobile zum gleichen Zeitpunkt 27,4 Millionen waren.

vorlesen Druckansicht 27 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa

Die Luft an der Spitze des deutschen Mobilfunkmarktes wird für T-Mobile immer dünner. Der größte Konkurrent, Vodafone D2, gewann bis September 2004 rund 400.000 mehr Kunden hinzu als der Marktführer. Die deutsche Tochter des weltgrößten Mobilfunkkonzerns Vodafone warb in der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres 2004/2005 (31. März) 1,1 Millionen Neukunden. T-Mobile gewann im gleichen Zeitraum nur 700.000 neue Nutzer hinzu. Damit telefonierten in Deutschland Ende September 26,1 Millionen Kunden über Vodafone, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Vodafone D2, Jürgen von Kuczkowski, am Dienstag in Düsseldorf. Bei T-Mobile waren es zum gleichen Zeitpunkt 27,4 Millionen.

Beim Ergebnis überholte Vodafone D2 den Marktführer. Dank strikter Kostenkontrolle sei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von April bis September um 9 Prozent auf zwei Milliarden Euro erhöht worden, sagte von Kuczkowski. Das EBITDA bei T-Mobile Deutschland lag in diesem Zeitraum bei rund 1,75 Milliarden Euro.

Der Umsatz bei Vodafone D2 stieg im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Die Kosten seien trotz der größeren Kundenzahl nicht gestiegen, was das Ergebnis verbessere, sagte von Kuczkowski. Der durchschnittliche Umsatz pro D2-Kunde (ARPU) ist geringfügig von 26 Euro auf 25,5 Euro gesunken.

Der Mobilfunk bleibt laut von Kuczkowski auch auf längere Sicht "ein profitables und gutes Wachstumsfeld". Durch neue Technologien wie UMTS erwartet Vodafone D2 zusätzliches Wachstum. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft startet das Unternehmen daher als erster deutscher Mobilfunkbetreiber das UMTS-Zeitalter für den Massenmarkt. Schon die Anfang des Jahres eingeführte UMTS-Datenkarte, die überwiegend von Geschäftsleuten genutzt wird, habe wesentlich zum guten Ergebnis des Unternehmen beigetragen, sagte von Kuczkowski.

Für die Zukunft erwartet Vodafone D2 Wachstumsraten zwischen 5 und 10 Prozent. Dabei müsse auch mit Blick auf den Mutterkonzern weiter gespart werden. "Wir werden auch einen Teil der Gruppensparprogramme tragen müssen", sagte von Kuczkowski. Die Kosten sollen aber nicht durch Personalabbau reduziert werden. "Die Beschäftigtenzahl wird im wesentlichen konstant bleiben beziehungsweise marginal wachsen." Zurzeit arbeiten etwa 9300 Menschen bei Vodafone D2. (dpa) / (anw)