SPD: Ă–ffentlich-rechtliche Sender sollen im Internet aktiv bleiben

Mit dieser Forderung will die SPD dem veränderten Informations- und Unterhaltungsverhalten der Jugendlichen Rechnung getragen, die zunehmend das weltweite Datennetz nutzen.

vorlesen Druckansicht 237 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • dpa

Die medienpolitischen Sprecher der SPD-Fraktionen in den Ländern, im Bundestag und im Europäischen Parlament haben sich für eine Stärkung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ausgesprochen. In einer heute veröffentlichten Stuttgarter Erklärung fordern sie die Sender auf, trotz schwieriger gewordener Rahmenbedingungen ihren Kultur- und Bildungsauftrag sowie ihre kulturellen Aktivitäten uneingeschränkt wahrzunehmen. Die Erklärung ist Ergebnis einer zweitägigen Sitzung.

Auch im Internet sollten die öffentlich-rechtlichen Anstalten aktiv bleiben. Mit dieser Forderung werde dem veränderten Informations- und Unterhaltungsverhalten der Jugendlichen Rechnung getragen, die zunehmend das weltweite Datennetz nutzen, sagte die medienpolitische Sprecherin der baden-württembergischen SPD-Landtagsfraktion, Birgit Kipfer.

Ihr Augenmerk richteten die SPD-Medienpolitiker auch auf so genannte Call-In-Sendungen und Fernsehgewinnspiele. Sie seien nicht grundsätzlich zu beanstanden. Dennoch müssten den Zuschauern die Kosten, Spielregeln und Gewinnchancen deutlicher gemacht werden. Daher seien die Landesmedienanstalten aufgefordert, sich zu überlegen, wie der Verbraucherschutz verbessert werden kann. Bei so genannten Premium-SMS, über die per Handy Dienstleistungen wie Klingeltöne abgerechnet werden können, müssen nach Überzeugung der SPD-Medienpolitiker die Kosten und die Vertragsgestaltung für die überwiegend jugendlichen Nutzer transparenter werden.

Siehe dazu auch:

(dpa) / (anw)