Mobilkom Austria kommt doch noch nach Serbien

Als einziger Bewerber musste der österreichische Telekommunikationskonzern nur einen Euro mehr als den Mindestpreis von 320 Millionen Euro für die Lizenz bieten, um den Zuschlag zu erhalten.

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Mobilkom Austria hat die Ausschreibung der dritten serbischen Mobilfunklizenz gewonnen. Als einziger Bewerber musste das Unternehmen nur einen Euro mehr als den Mindestpreis von 320 Millionen Euro bieten, um den Zuschlag zu erhalten. Damit wird die Mobilkom doch noch auf den serbischen Markt treten. Ursprünglich wollten die Österreicher den zweiten Netzbetreiber Mobtel kaufen. Nach zahlreichen Kalamitäten scheiterte das Unterfangen aber, weil Telenor die Mobtel-Versteigerung gewann. Mobilkom Austria betreibt bereits Mobilfunknetze in Bulgarien, Kroatien, Slowenien und Liechtenstein.

Mobilkom Austria darf nun in Serbien ein neues Netz (GSM 900, GSM 1800 und UMTS) errichten und 20 Jahre lang betreiben. Es ist spätestens sechs Monate nach Lizenzzuteilung in Betrieb zu nehmen, nach 48 Monaten müssen 80 Prozent der Bevölkerung versorgt werden. Das Unternehmen möchte in den ersten drei Jahren 250 Millionen Euro investieren und bereits 2009 ein positives EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) erreichen. "Die für die Investitionen gewährten Steuerbefreiungen in Verbindung mit der Möglichkeit von Verlustvorträgen werden die Steuerlast vermutlich signifikant reduzieren und zu nur minimalen Steuerabgaben über die ersten zehn Jahre führen", freut sich der Mutterkonzern Telekom Austria.

Nach offizieller serbischer Sicht gilt die Lizenz auch im Kosovo. "Kein Kommentar" ist von der Mobilkom auf die Frage zu erhalten, ob sie ihr zukünftiges serbisches Netz auch dorthin ausdehnen möchte. Von den im Kosovo aktiven Mobilfunkern verfügt nur einer über eine kosovarische Lizenz. Eine zweite Konzession ist nach einem fehlgeschlagenen Versuch 2004 seit kurzem erneut ausgeschrieben. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)