Peoplesoft-Großaktionäre uneins bei Oracle-Offerte
Der größte Peoplesoft-Aktionär möchte das Oracle-Kaufangebot annehmen, der zweitgrößte eher nicht.
Der Vorstand des Software-Anbieters Peoplesoft hat die Übernahme-Offerte des Erzrivalen Oracle bereits zurückgewiesen, zwei der größten Aktieninhaber -- die Capital Guardian Trust und Private Capital Management -- tendieren in unterschiedliche Richtungen. In einer Mitteilung heißt es seitens Oracle, dass Capital Guardian dazu tendiere, das 24-US-Dollar-Angebot pro Aktie anzunehmen. Peoplesofts zweitgrößter Aktionär Private Capital erklärte indes gegenüber der Börsenaufsicht SEC, dass er nicht bereit sei, zu diesem Preis zu verkaufen. Bis Freitag Mittag müssen sich die Aktionäre entscheiden, ob sie verkaufen oder nicht.
In der vergangenen Woche hatte Oracle eine Anti-Peoplesoft-Kampagne gestartet, in welcher der Datenbankspezialist behauptet, dass der Börsenwert von Peoplesoft ins Bodenlose fallen werde, sollten die Mehrheit der Aktionäre nicht auf Oracles Übernahmeangebot in Höhe von 24 US-Dollar pro Anteilsschein eingehen.
Oracle hat sein Angebot an die Peoplesoft-Aktionäre am 1. November ein letztes Mal erhöht. Der Konzern nannte es seine "beste und letzte Offerte", die sich auf eine Höhe von 24 US-Dollar pro Aktie belaufe und bis zum 19. November befristet sei. Zudem kündigte Oracle an, gegen die Giftpillen-Strategie zur Abwehr der Übernahme gerichtlich vorzugehen. (tol)