Stellenabbau in der ITK-Branche der USA verlangsamt sich

Die US-amerikanische Arbeitsvermittlungsfirma Challenger Gray & Christmas hat die Zahl der im Informations- und Telekommunikations-Industriesektor (ITK) angekündigten Entlassungen analysiert und sieht einen Silberstreif am Horizont.

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

Die US-amerikanische Arbeitsvermittlungsfirma Challenger Gray & Christmas hat die Zahl der von Firmen des Informations und Telekommunikations-Industriesektors (ITK) angekündigten Entlassungen quartalsweise analysiert. Hieraus ließen sich Indizien für eine Wende auf dem ITK-Arbeitsmarkt ableiten, heißt es beim US-Newsdienst CNet unter Berufung auf eine Studie der Jobvermittler, auch wenn die Jobsituation derzeit noch angespannt sei.

Laut Studie hätten die Unternehmen im zweiten Quartal 2005 mit knapp 40.000 Entlassungen ein Drittel weniger Stellenstreichungen angekündigt als im Quartal zuvor (rund 60.000). Zugleich weisen die Arbeitsvermittler aber darauf hin, dass das Tempo des Stellenabbaus noch über jenem des Vorjahres liege: Die Zahl von knapp 100.000 angekündigten Kündigungen des ersten Halbjahres 2005 liege um 56 Prozent höher als der Vergleichswert des Vorjahres. Der Bericht zitiert einen Manager der Jobvermittlung Challenger Gray & Christmas mit der Einschätzung, dass der ITK-Arbeitsmarkt abgekoppelt sei vom wirtschaftlichen Aufschwung in den USA, wo in anderen Branchen neue Jobs entstünden.

Zugleich bedeute die rückläufige Tendenz der Stellenkürzungen im letzten Quartal einen Hoffnungsschimmer. So lasse vor allem der US-Mobilfunkmarkt -- dank neuer Dienste und Technologien -- auf die Schaffung neuer Jobs hoffen. Hingegen seien die Arbeitsplätze von Computerexperten weiterhin durch Automatisierung oder die Verlagerung in Billiglohnländer bedroht. (ssu)