Handy-Bann im US-Repräsentantenhaus fällt
Die Abgeordneten in Washington dürfen künftig ihre Handys, iPads und Blackberrys mit ins Parlament bringen. Eine alte Regel, die die Nutzung elektronischer Geräte in der großen Kongresskammer bisher kategorisch verbot, soll abgemildert werden.
Moderne Zeiten in Washington: Die Politiker im US-Repräsentantenhaus dürfen künftig ihre Handys, iPads und Blackberrys mit ins Parlament bringen. Eine alte Regel, die die Nutzung elektronischer Geräte in der großen Kongresskammer bisher kategorisch verbot, solle nun abgemildert werden, berichten US-Medien. Die Abgeordneten dürfen dann, wie es im Deutschen Bundestag und vielen anderen Parlamenten auf der Welt längst gang und gäbe ist, auch mal eine SMS schreiben oder etwas im Internet nachschauen.
Die Erlaubnis werde allerdings nur für dienstliche Belange gelten, oder, wie es im offiziellen Regelwerk künftig heißen soll, solange die Nutzung "nicht anstandslos ist". "Das ist keine Lizenz, über Skype zu chatten oder seine Rechnungen online zu bezahlen", sagte ein Sprecher des künftigen Parlamentspräsidenten John Boehner. Der Senat dagegen, der andere Teil des US-Kongresses, wolle derzeit noch nichts von einer Erlaubnis digitaler Geräte wissen. (pmz)