Microsoft prescht weiter auf dem US-amerikanischen TV-Markt vor

Der US-amerikanische Telefonkonzern SBC will Software von Microsoft einsetzen, die IP-basiertes Fernsehen ermöglichen soll.

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Der US-amerikanische Telefonkonzern SBC Communications hat mit Microsoft einen Vertrag über die Nutzung der Software Microsoft TV Internet Protocol Television Edition abgeschlossen. SBC zahlt an die Redmonder für die kommenden zehn Jahre 400 Millionen US-Dollar. Das sei das erste Geschäft dieser Art, das eine US-Telefongesellschaft abschließe, heißt es in einer Mitteilung von SBC.

SBC testet IP-basierte Fernsehdienste mit Microsoft TV IPTV seit Juni 2004. Gemeinsam mit Microsoft will das Unternehmen ab Mitte 2005 Feldversuche starten und den Service gegen Ende 2005 auf den Markt bringen. Zuvor will SBC sein Glasfasernetz ausbauen und "näher an die Kunden" heranbringen, damit diese mit IPTV, aber auch mit Voice-over-IP und schnellem Internetzugang versorgt werden können. Das Projekt Lightspeed, von dem 18 Millionen Haushalte profitieren sollen, soll Ende 2007 abgeschlossen sein.

Microsoft hat sein IPTV im März 2004 auf der Milia vorgestellt. Die Plattform ist als Backend-Pendant zum Windows XP Media Center gedacht, Microsofts Clientlösung für Wohnzimmer-PCs. Microsoft will IPTV als interaktive, auf die Interessen von Programm- und Breitbandanbietern zugeschnittene Softwareumgebung positionieren, mit dem sich Inhalte maßgeschneidert vertreiben und etwa mit vorgefertigten, auf der Hardware der Nutzer gespeicherten Musik- oder Filmbibliotheken verbinden lassen. (anw)